Medialität

Angelika ist im Licht: Wie konnte das passieren, dass ich durch meine Medialität so ausgebrannt bin?

Wie konnte das passieren,
dass ich durch meine Medialität so ausgebrannt bin?

Ich habe einen ganz großen Fehler gemacht:
Dass ich ein festes Bild davon hatte, was und wie das Jenseits „tickt“.

LIEBE, alles ist LIEBE…

Ist es auch, aber es ist nicht lieb, das Leben ist kein „liebes Mädchen“…

Mein Glaube war ein ziemlich kindischer Glaube
und der hat dazu geführt,
dass in mir gar kein Platz mehr war für Weisheit.

Ist euch aufgefallen, dass ich nicht weise wurde?

Wie auch? Ich habe einfach das reingelassen, was ERWÜNSCHT wurde.

Das darf ein Medium nicht!

Aber ich wusste davon nichts.
Ein Medium muss seine Erwartungen und Hoffnungen zur Seite stellen.

Sonst kommt die Wahrheit nicht hinein.

Das ist wie eine Schachtel:
Wenn die schon voll ist, kannst du nichts mehr dazutun.

Ich war so überzeugt davon, alles genau zu wissen.
Dabei hätte ich spüren können, dass was nicht stimmt.

Nur: Ich habe doch meinen Gefühlen nicht vertraut!
Ich habe mir lieber irgendwelche Ideen darüber genommen,
was RICHTIG ist. Na ja: Und RICHTIG war mir eben Lieb sein.

Und der ganze Gut oder Böse Kram.

Ich war ziemlich naiv.
Hätte ich anders sein können? Nein.
Ich weiß das jetzt und ich habe Frieden damit.

Besser ging es nicht,
weil ich es nicht besser wusste und auch nicht geglaubt hätte.
So ist das!

Medialität ist gar nichts Großes und Beeindruckendes…
Ich hatte das aber sehr gern, wenn es so wirkte.

Wisst ihr: Und das war schon die Eintrittskarte für den Sch… typ!

Es war schon toll für mich, das liebe Medium zu sein…

Das ist gefährlich!
Ein Medium muss seine eigenen Bedürfnisse loslassen,
solange es arbeitet.

Ich konnte das nicht, ich habe mich doch völlig so gesehen:
Ich bin lieb und ich stehe für Liebe ein…

Aber ich war gar nicht so lieb, wie ich dachte.

Verstorbenenkontakt

Noch ehe ich mich mit Elia verbinden kann, ist Angelika bei mir.

Sie ist ganz aufgeregt und freut sich.

Ich bitte sie, mir die Zeit zu geben, mich mit Elia zu verknüpfen.
Sie schaut sehr interessiert zu, „sieht“, was eigentlich unsichtbar – weil innerlich – ist und sitzt da vor mir im Schneidersitz: ganz aufmerksam, ganz und gar im Hier und Jetzt.

Ich sehe, wie Elia zu ihr geht, ihr die Hand reicht und sie aufrichtet.

Sie scheint sich geehrt zu fühlen, worauf Elia sagt: Nein, Angelika, es geht nicht um Ehre, die Jagd danach überlassen wir dem Irdischen.
Es geht um Würde, um deine wie meine… komm.

Daraufhin nimmt er sie in seine „Arme“.
Ich darf das beobachten, wie sich beide aus dem irdischen, körperlichen Erscheinungsbild lösen.
Farben- und Licht-Wesen werden sich einander zuneigen, sich wie tanzend um einander bewegen, um dann sehr zart und vorsichtig zu verschmelzen.

Aus dem entsteht eine Art Lichtwirbel, der sich dann wieder auflöst, wieder trennt in zwei Lichteinheiten, um sich mit etwas Abstand voneinander wieder in irdische Gestalt zu begeben.

Elia lächelt, nickt mir zu im Sinn von „Jetzt bist du dran“ und zieht sich aus meinem Gesichtsfeld.

Angelika aber steht vor mir, das Gesicht mit ganz geröteten Wangen, die Augen strahlend…

Angelika: Uff!

Uta: Schön?

Angelika: Jaaaaaaaaaaaaaaaa! So ist das hier, verstehst du?

Uta: Ich habe das schon mal beobachtet, aber nicht so nah…
Ja, das muss sehr schön sein, Angelika.

Ich glaube, ich muss dich nicht fragen, ob du glücklich bist?

Angelika: Ne! Ach! 
Sie steht auf und zeigt mir ihr „Kleid“.

Es wirkt so ein bisschen überromantisch wie in den frühen Achtzigern.
Erst probiert sie es in „Wallawalla“ geblümt, dann ganz kurz das Hochzeitskleid von Lady Di. Dabei kichert sie, so komisch findet sie sich.

Dann trägt sie einfach Jeans und ein Shirt… fängt jetzt aber an, sich schlank, schlanker, am schlankesten zu „Stylen“.

Dann groß, größer, am größten und sie lacht dabei immer mehr, die Tränen laufen ihr so sehr, so lacht sie…

Uta: Spaß haben? Ist das gerade wichtig?

Angelika: Ach, na klar!!!!!!!!!!!!!!!!!
Und frei sein, Uta, frei sein!

Uta: Hm, hm…
Angelika, du weißt schon, warum ich dich nochmal treffe?

Angelika: Sabine und Andrea!

Uta: Genau, sie haben noch Fragen an dich…

Angelika: Sag ihnen, ich habe sie immer lieb! Immer, immer, immer.
Sag ihnen, es tut mir leid.

Uta: Was tut dir leid?

Angelika: Dass ich so stinkig war.

Uta: Mach ich.

Möchtest du ihnen sonst noch was sagen?

Angelika: Eigentlich habe ich gar keine Lust, jetzt so ernst zu werden…

Uta: Okay…

Angelika: Ne, ist schon gut, wir machen das jetzt!

Ja also, ihr da, ihr Süßen, ihr Lieben…
Glaubt mir: Ich weiß, dass es kein Zuckerschlecken ist, zu leben, ich weiß es.

Ich weiß, dass es schwer ist, aber ich sage euch jetzt mal was aus meiner Sicht:
Es ist auch eine verdammt kurze Zeit! So kurz! 

Und jeder will, dass er im Leben Erfolg hat und Liebe kriegt und darum dreht es sich dann die ganze Zeit.
Aber keiner merkt, dass er für Mist keine Zeit hat.

Das meiste, was ich im Kopf hatte, war: WIE ich IRGENDWIE gut sein kann…

Daran habe ich nicht geglaubt, das war etwas, was ich ewig angezweifelt habe. In mir habe ich mich doof und dick gefühlt und sonst gar nichts.
Und das hat mich so durcheinandergebracht.

Alles, alles hätte ich für einen getan, der mir das weggenommen hätte.
Ich hätte mich soweit erniedrigen können, dass einem schlecht wird davon.
Wenn mich nur IRGENDWER überzeugt hätte, dass ich nicht zu blöd bin und dass ich schön genug bin.
Mein ganzes Leben war ich auf der Suche nur danach.

Und wisst ihr was? Dabei habe ich alles vergessen, was schön war in meinem Leben. Das war mir Nichts, das habe ich immer nur so als unwichtig gesehen.

Ist das nichts Sch…?

Wie ein Zwang wirkte das in mir: Ich will schlau sein und ich will gut sein und ich will schön sein!

Na ja… aber war ich ja nicht!
Das war so, so, ach sinnlos!
Ich habe die Zeit vergeudet.

Besonders wollte ich sein, weil ich das eben NICHT war.
Und weil ich dachte: Wer das ist, der wird geliebt.

Versteht ihr mich?
Das war Sehnsucht und dann konnte ich das nicht mal in Worte bringen, nein, nicht mal denken…

Es war da in mir wie ein Gespenst, dieses ewige: Du bist nie genug!
Ach, Mensch!

Na ja, und jetzt bin ich hier und denke: Man, war ich blöd!

Aber das bleibt hier nicht bei ewigen Selbstvorwürfen.
Das war ja das, was ich im Leben so prima konnte: Mir selbst sagen, dass ich nicht gut genug bin, nicht schön genug und so.

Hier nicht!
Hier stehe ich und merke: Das stimmt alles gar nicht!
Das ist alles gar nicht wahr, ich habe es nur nicht gesehen.

Wie im Nebel habe ich mein Leben wahrgenommen und gar nicht gesehen, dass ich alles hätte haben können, wenn ich es mir nur erlaubt hätte!

Dass mich meine eigene Meinung über mich einfach kaputt gemacht hat.

Das ist hier so, als wenn eine Seifenblase platzt!

Du erwartest, dass du ganz klein und niedrig bist und dann platzt die und du merkst: Die Seifenblase ist gar nicht die Wahrheit.

Die Wahrheit ist ganz einfach, da musst du nicht wer weiss wie schlau sein, um die zu verstehen.

Ich habe das – glaube ich – Tausend mal gesagt aber nie verstanden, was es ist: Liebe! Bedingungslose Liebe.
Liebe ohne Berechtigungsschein und ohne Zertifikat, einfach so: Liebe.

So habe ich mich nicht geliebt, wie auch?

Und ich stehe hier und sehe auf das, was ich falsch gemacht habe und bin NICHT traurig und NICHT wütend.

Ich lache, ich lache darüber, weil es eigentlich doch komisch ist!

Eigentlich ist es doch zum Lachen.
Wenn wir ganz klein sind und noch gar keine Ahnung davon haben, was wir sind, DANN wissen wir es.

Aber dann vergisst du es.

Als ich ganz klein war, habe ich einfach geliebt: ganz einfach.
Mich sowieso und alles andere, was ging.

Und später, als ich Erwachsen war, wurde ich immer blöder!
Ich habe es nicht kapiert, dass es einfach sein kann.

Na ja… also, das wollte ich mal loswerden.
Ich wollte euch sagen: Macht es euch doch nicht so schwer!
Wozu denn?

Ja, ich weiß schon: So einfach ist es eben nicht für euch.
Aber am Ende ist es zum Lachen, echt!

Uta: Danke, Angelika.
Kannst du mir sagen, was einfach ist, das ist vielleicht nicht so verständlich…

Angelika: Na, so zu leben, dass man seine Liebe lebt.

Uta: Die Liebe zu sich selbst?

Angelika: Ja, auch, und zum Leben und so…
Alles eben wie ein kleines Kind.
Nicht dauernd fragen, ob es genug ist, ob es schlau ist, ob es recht ist.

Uta: Selbstverständlich werden?

Angelika: Ja!

Uta: Nichts erwarten?

Angelika: Ne! Alles erwarten, aber auch das nehmen, was stattdessen kommt.

Uta: Oh, wow, toller Gedanke, danke schön…

Angelika: Ja na, sich überraschen lassen.
Überraschungen sind doch toll oder nicht? Doch, die SIND toll!

Uta: Ja, aber wenn man Erwartungen hat, dann sind die Überraschungen vielleicht nur Enttäuschungen…

Angelika: Ja, genau!
Und das ist dann der „Fehler“, den man im Leben macht!

Uta: Ja, da hast du sicher Recht.

Also dann, liebe Angelika: die Fragen von Sabine und Andrea?

Angelika: Hm, hm…

Uta: Beide möchten wissen, woher ihr euch kennt, was ihr Wichtiges miteinander erlebt habt?

Angelika: Ach, getroffen haben wir uns oft, aber so richtig wichtig waren zwei Leben für uns später.

Einmal waren wir Nonnen im gleichen Kloster und ein anderes Mal Geschwister.

Andrea war da mein Bruder und Sabine meine Schwester.

Warum soll das jetzt wichtig sein?
Das waren keine guten Leben!
Wir waren zusammen, aber wir waren uns nicht gut.
Das war nicht schön, da haben wir es schon viel besser gemacht.

Uta: Was habt ihr falsch gemacht damals, im Wesentlichen?

Angelika: Als wir Nonnen waren, da war jede von uns ganz ehrgeizig.
Jede wollte beweisen, dass sie das Zeug zur Heiligen hat.

Das hatte schlimme Folgen.

Sabine? Weißt du was? Dass wir uns da im wahrsten Sinn des zu Tode gefastet haben!

Andrea wollte uns davon abhalten, aber das hat uns nur so wütend auf sie gemacht, dass sie selbst nur noch wütend auf uns war.

Und dann als Geschwister: Das war so blöd, das war danach.

Wir waren immer noch da, wo wir vorher gestanden haben.

Andrea trug die Verantwortung für Sabine und mich.
Aber alles, was zwischen uns an Liebe hätte sein können, war einfach nur Kampf.

Also das haben wir jetzt doch besser gemacht!
Das haben wir doch ziemlich gut gelebt, so insgesamt, das liebhaben! Da bin ich schon ein bisschen stolz auf uns.

Als wir Geschwister waren, haben wir uns gegenseitig das Leben zur Hölle gemacht.
Aber als einer nach dem anderen starb, haben wir gemerkt, dass wir uns so fehlen, dass es Liebe war… war aber zu spät!

Uta: Sabine und Andrea fragen, welche Aufgaben und Entwicklungsschritte du dir in diesem Leben vorgenommen hattest?

Angelika: Vorgenommen ist vielleicht das falsche Wort. Sehnsucht hatte ich danach, zu erleben, dass ich liebenswert bin, besonders irgendwie…

Aber ich bin nicht den richtigen Weg gegangen.
Ich merke es jetzt, das Besondere, hm…
Ich glaube – aber ganz sicher bin ich noch nicht – ich verwechsele da was. Vielleicht wollte ich beeindruckend sein…

Ja, ich weiß auch, dass das gar nicht passt.
Aber Bescheidenheit kann ja auch sehr beeindruckend sein.
Na, jedenfalls: Das brauche ich gar nicht mehr!

Ich kann doch einfach zufrieden mit mir sein.

Uta: Sie fragen: Bei was solltet und konntet ihr euch gegenseitig helfen?

Angelika: Ach, man!
Aufhören, Konkurrenz zu sein… ist doch klar!

Aber ich finde, das ist unter den Umständen doch schon gut gelaufen.

Es gibt im Sein gar keine Konkurrenz, das habe ich jetzt verstanden.

Es gibt keine „Sieger“.

Aber es ist ein Team-Spiel: Das ganze Leben, die Schöpfung, alles ist ein großes Team und es gibt gar keine Gewinner.

Keiner wird bestraft, keiner wird befördert…

Es geht als Team einfach immer weiter und weiter und weiter und jeder wird gebraucht, wie er IST.

Ich habe IMMER gedacht, dass ich erst mal noch „Werden“ muss, was RICHTIG ist.

Alles Quatsch, totaler Quatsch!
Mir hat gar nichts gefehlt, ich war schon ganz fertig, aber das konnte ich einfach nicht verstehen!

Also ich finde ja, wir helfen uns immer noch!
Ich hoffe, jedenfalls JETZT helfe ich euch, vielleicht mehr als vorher?

Als ich noch lebte, habe ich immer versucht, Menschen, die mich mögen, nicht zu verletzen und ihnen alles zu geben, was sie von mir erwarten.

Aber was ist, wenn die Erwartung sich für mich nicht richtig angefühlt hat? Dann habe ich trotzdem versucht, zu „liefern“.

So bin ich zu einem besetzten Medium geworden!

Uta: Sie fragen, mit was du dich gerade beschäftigst, was deine Aufgaben und dein Wirken in der Anderswelt ist?

Angelika: Welches jetzt?

Uta: Wahrscheinlich das, aus dem heraus du gerade antwortest?

Angelika: Hm…

Ich lerne und lerne und lerne, dass alles ganz einfach ist (lächelt).

Und ich wirke, wie ich bin…

Ich „mache Liebe“, wo ich bin, weil ich Liebe gebe…

Es ist ganz einfach: Man muss nur aufhören, sich zu fürchten…
Im sich fürchten bin ich ja Experte…

Uta: Sie möchten wissen, ob der Mann Jakob war, der im Belt bei dir war und ob er dir ins Licht gefolgt ist?

Angelika: Er war es, ja…
Aber er ist mir hier nicht mehr begegnet.

Mehr WILL ich nicht wissen, ich will nicht!

Ich will glücklich sein dürfen!

Uta: Ja, ist okay, Angelika!
Lass mal den Gedanken an den, der ist ganz unwichtig.

Jetzt kommt eine Frage von Andrea: Hast du Michael getroffen? Geht es ihm gut?

Angelika: Ja, es ist nett gewesen, aber so nah auch nicht.
Doch, es geht ihm gut.

Uta: Andrea schreibt hier etwas für ihn, triffst du ihn denn und kannst / willst du das an ihn weitergeben?

Angelika: Ach Mensch, Andrea: Das weiß er doch!
Wenn ihr an uns denkt, dann kriegen wir das IMMER!
Wir kriegen es nur nicht mit, wenn wir das nicht wollen.

Ich muss ihm gar nichts sagen.

Aber dir: Hör doch mal auf, sauer auf dich zu sein.
Menschen müssen Fehler machen, solange sie leben!

Meinst du, ich wäre hier so viel weiter gegangen, wenn ich keine Fehler gemacht hätte? Man!

Aus Fehlern lernen, ohne auf sich wütend zu sein oder traurig oder enttäuscht, das geht! Echt!

Andrea schreibt weiter: Ich habe schon sehr bald nach deinem Tod gespürt, dass da mit dir was nicht in Ordnung ist.
Da ich aber sauer, traurig und auch riesig enttäuscht war, dass du mir nie erlaubt hast, dir bei irgendwas zu helfen, habe ich das Gefühl lange Zeit ignoriert.
Ich war auch bockig!

Warum hast du meine Hilfe nicht angenommen?

Ich hätte so gerne irgendwas für dich getan, dir gezeigt, wie lieb ich dich hab und du hast mich voll auflaufen lassen…

Angelika: Andrea, weil ich NIEMANDEM geglaubt habe, dass er mich liebenswert findet, es sei denn, ICH tue was für IHN!

Du hättest dich auf den Kopf stellen können, ich hätte ALLES durch die Konkurrenz-Brille gesehen!
Du warst die GEWINNERIN und ich war der Verlierer!

Ich habe mich so gesehen und dich so.
Du so stark und so selbstbewusst und ich? Ein NICHTS…

Denk mal darüber nach, das ist doch einfach nur blöd!

Sowas tun wir Menschen uns an, so verletzend sind wir.
Und warum?
Nur weil wir diesen Zirkus vom Gewinnen und Verlieren glauben.

Sabine schreibt: Bevor du aus dem Belt ins Licht gegangen bist, hast du über dich gesagt, du hättest aus diesem Leben ja gar nichts vorzuweisen und bist so wütend, dass dich niemand gerettet hat.
Was hast du dazu jetzt im Licht erfahren?

Hm… mich hat dann doch wer gerettet (lächelt).
Ne, es ging darum, dass ich meine Krankheit als Beweis dafür gesehen habe, dass ich es nicht wert bin, mich zu retten!
Ehrlich! So war das!
Und ich war so sauer, weil ich mir doch so viel abverlangt habe: Ich war bescheiden und ich habe versucht, selbstlos zu sein und versucht, lieb zu sein. Und dann hat das nicht gereicht, um gerettet zu werden!

Na ja, und jetzt weiß ich: Das ist alles Quatsch!
Keiner ist zu wenig wert, um gerettet zu werden, aber gestorben wird eben. Und es gibt Leid und Schmerz, das gilt für alles, was lebt auf Erden.
Das gibt es einfach. Das ist keine Strafe.

Es gibt keine Gewinner oder Verlierer!
Es gibt nur das Leben, das man hat und die Möglichkeit, aus allem etwas mitzunehmen, sich zu erfahren und zu entwickeln, was so in uns steckt.

Aber es war so viel Gutes IN MIR und ich habe es nicht gelebt, weil es nicht lieb genug war oder weil ich es von Anfang an für unmöglich gehalten habe.

Glaub mir: Es ist so einfach.
Aber dazu muss man erstmal aufhören, etwas bewirken zu wollen…
Einfach MACHEN, was wahr ist im Herzen, einfach loslegen.

Und wenn es schiefgeht und wenn man Fehler macht, na ja, klar!
Dann lernst du daraus.

Es gibt doch keine Betriebsanleitung für unser Leben.

Na, also Anweisungen, wie man RICHTIG lebt, die gibt es.
Und jeder weiß es besser!

Aber das Leben der Angelika, das hatte keine Anweisungen.

Dafür hätte ich sonst was getan, um die zu kriegen.
Aber so geht es nicht, so geht es einfach nicht!

Ich wollte beeindrucken durch Lieb sein, um jeden Preis wollte ich die liebe Angelika sein.

Aber die liebe Angelika war gar nicht die wirkliche Angelika!

In mir war viel Wut und so viel Enttäuschung und so viel Angst, weil ich – ich selbst – nie geglaubt habe, dass ich genug bin.

Denk drüber nach, Sabine…
Wir müssen nicht weiser und weiser werden und lieber und lieber…

Aber wahrer!

Wenn man nicht mehr drüber nachdenkt, wie man ist, und nicht mehr, wie man wirkt, und nicht mehr, was man bewirkt, wenn man ist, wie das eigene Herz ist, wenn das frei ist von Angst, dann ist es geschafft.

Weißt du, was ich kapiert habe?
Ich hatte kein Mitgefühl.
Stimmt nicht?
Doch, stimmt!

Ich hatte gar kein Mitgefühl mit mir!
Ich habe mich einfach nicht akzeptiert, wie ich war, weil ich nie akzeptiert habe, dass nicht „gut“ werden KANN.

Weil das, was so gut ist, nicht menschlich ist.
Es ist unmenschlich, zu gut zu sein!

Und wenn sich da die Wahrheit rührt, dann kommt ganz schnell die Wut hoch. Soviel Mühe und dann wofür?

Es gibt keine Goldmedaille für den Gewinner.

Alles, was es gibt, ist erfüllt sein, lebendiges Ich sein… nichts weiter…

Wir haben keine Macht, die Welt zu verbessern, aber wir haben manchmal die Chance, wahrer zu werden.

Ich habe die meiste Zeit meines Lebens damit verbracht, mir selbst Lügen zu erzählen: über mich selbst, über das Leben.

Ich habe geglaubt, dass ich eine bin, die die Wahrheit gefunden hat.

Das KONNTE gar nicht sein, da hätte ich doch mehr Mitgefühl mit mir haben müssen.
Aber das habe ich nie in mir groß werden lassen, dieses Gefühl.

Geurteilt habe ich – dauernd, jeden Tag – immer geurteilt.

So habe ich mich verloren.

Ich musste wie so viele erst sterben, um mich zu finden.
Das ist doch absurd!

Uta: Angelika, was ist dir wichtig, Andrea und Sabine in Bezug auf Medialität und Medium zu sagen, eventuell auch getrennt?

Angelika: Puh!
Na ja, die Frage ist doch: Wie konnte das passieren, dass ich durch meine Medialität so ausgebrannt bin?

Ich habe einen ganz großen Fehler gemacht: Dass ich ein festes Bild davon hatte, was und wie das Jenseits „tickt“.

LIEBE, alles ist LIEBE…

Ist es auch, aber es ist nicht lieb, das Leben ist kein „liebes Mädchen“…

Mein Glaube war ein ziemlich kindischer Glaube und der hat dazu geführt, dass in mir gar kein Platz mehr war für Weisheit.

Ist euch aufgefallen, dass ich nicht weise wurde?

Wie auch? Ich habe einfach das reingelassen, was ERWÜNSCHT wurde.

Das darf ein Medium nicht!

Aber ich wusste davon nichts. Ein Medium muss seine Erwartungen und Hoffnungen zur Seite stellen.

Sonst kommt die Wahrheit nicht hinein.

Das ist wie eine Schachtel: Wenn die schon voll ist, kannst du nichts mehr dazutun.

Ich war so überzeugt davon, alles genau zu wissen.
Dabei hätte ich spüren können, dass was nicht stimmt.

Nur: Ich habe doch meinen Gefühlen nicht vertraut!
Ich habe mir lieber irgendwelche Ideen darüber genommen, was RICHTIG ist. Na ja: Und RICHTIG war mir eben Lieb sein.

Und der ganze Gut oder Böse Kram.

Ich war ziemlich naiv.
Hätte ich anders sein können? Nein.
Ich weiß das jetzt und ich habe Frieden damit.

Besser ging es nicht, weil ich es nicht besser wusste und auch nicht geglaubt hätte. So ist das!

Medialität ist gar nichts Großes und Beeindruckendes…
Ich hatte das aber sehr gern, wenn es so wirkte.

Wisst ihr: Und das war schon die Eintrittskarte für den Sch… typ!

Es war schon toll für mich, das liebe Medium zu sein…

Das ist gefährlich!
Ein Medium muss seine eigenen Bedürfnisse loslassen, solange es arbeitet.

Ich konnte das nicht, ich habe mich doch völlig so gesehen: Dass ich Liebe bin und ich stehe für Liebe ein…

Aber ich war gar nicht so lieb, wie ich dachte.

Tja, mehr kann ich euch auch nicht dazu sagen.

Uta: Danke, Angelika, du hast viel gesagt.

Bleibt mir nur noch, dir zu sagen, dass dich beide – Sabine und Andrea – sehr liebhaben und du ihnen eine wunderbare Freundin warst.

Angelika: Ja, wir haben uns lieb und jetzt lernen wir die einfache Liebe, ja?
Eine, die einfach ist und ganz selbstverständlich und nicht dazu da ist, sich selbst zu rechtfertigen oder zu beweisen.

Die einfach ist, wie sie ist: mal groß, mal klein.
Immer da!

Tschüüüüüüüss, machts gut und entspannt euch mal! (Kicher.)
Immer schön locker bleiben…

Sie winkt, dreht sich um und hat zu meinem Erstaunen einen Hund bei sich.

Sie wirft einen gelben Ball und der Hund springt begeistert hinterher!

 

Hier ist der Link zu dem Beitrag, wo wir Angelika ins Licht gebracht haben:

1125: Zu wissen, wie leicht man sich als medialer Mensch von Belt Seelen täuschen lassen kann, ist sehr wichtig.