Medialität: Alles, was ist, hat eine Seele und alle Menschen haben Engel…

Medialität: Alles, was ist, hat eine Seele
und alle Menschen haben Engel und mit allen darf man reden.

Du hattest die gleiche Gabe wie ich selbst.

Und hast dich ganz entsetzlich dafür geschämt.

In deiner Seele ist etwas tief verankert, Angelika:
die Liebe zu den Schwachen und Leidenden.

Und noch etwas: die Liebe zu Gott.

Gott als liebender Schöpfer, als Hüter des Lebens,
als Erbarmer über die Schwachen.

Nicht als grausamer Richter.

Die Schöpfung lieben und Gott lieben und aus dieser Liebe heraus tun, was du tun kannst.
DAS ist deiner Seele Freude seit Beginn ihres Seins.

Was du tun KANNST!
Ja, damit haben wir das Kernproblem.
Was ist, wenn dieses KÖNNEN nicht den Regeln entspricht,
wenn es gar verteufelt wird?

Meine liebe Mabel wollte, seit sie klein, war immer nur eins: ein guter Mensch sein.

Aber was, wenn das, was ihr gut IST, von dem Menschen verteufelt wird, den sie verehrt und liebt?

Und von dem Menschen – der ihr wie niemand sonst nah ist –
geliebt wird?

Das zerreißt, nicht wahr?

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Schutzengel von Angelika zu verbinden. Angelika bittet um den Kontakt.

Ich finde mich in einer verschneiten Landschaft wieder.
Es ist extrem schwierig, hier auch nur zu stehen, denn ein Sturm peitscht dichten Schnee vor sich her, wie soll ich hier jemanden finden?

Als ich hinabsehe, erkenne ich unmittelbar vor mir einen Abgrund, ohne sehen zu können, wie tief der ist.
Im gleichen Moment legt sich eine Hand auf meine Schulter und bewahrt mich davor, einen weiteren Schritt zu tun.

Dadurch gerate ich aus dem Gleichgewicht und falle in den Schnee mit der Person, die mich zurückgezogen hat.

Ein Arm fasst mich, richtet meinen Oberkörper auf, ich sehe in das Gesicht einer rothaarigen Frau mittleren Alters: grüne Augen, gerötete Wangen, das Haar zusammengebunden…

Sie lacht und klopft mir den Schnee ab…

Guidin: Lieber Himmel! Oh, das wollte ich nicht, verzeih!

Keine Punktlandung, oh je, oh je (trotz ihrer bedauernden Worte kann sie nur mühsam ihr Lachen unterdrücken)

Sie reicht mir die Hand, zieht mich mit einem kräftigen Ruck auf die Beine und sagt im gleichen Augenblick:

Guidin: Katharina! Schutzengel!
Alles gut? Geht’s dir gut?

Uta: Ja… äh… glaub schon… man! Puh!

Katharina: Hm ja, unangenehm, nicht?
Ja, war so nicht beabsichtigt!

Sie unterdrückt schon wieder ihr Lachen, schnippt mit dem Finger: Die Schneewolken sind weg, auch der Sturm, sie zeigt auf einen Felsvorsprung hinter uns und zieht mich dahin…

Wir setzen uns in diese kleine Höhle. Jetzt ist es schön hier.

Die Landschaft ist gar nicht bergig, wie ich es vermutet habe, sondern ich bin hier anscheinend auf einer felsigen Anhöhe, die den Blick frei gibt auf das Meer.

Etwas seitlich von uns liegen ein paar Häuser und Höfe, unten am Meeressaum gibt es eine Art Anlegestelle, dazu Hafen zu sagen, wäre wirklich übertrieben.

Katharina neben mir ist gekleidet in einer Art Ledermantel, der innen mit Fell ausgeschlagen ist, eine Kapuze aus dem gleichen Material verdeckt jetzt das Haar.

Darunter scheint sie ein Kleid zu tragen, das aus mehreren Stoffschichten besteht. Alles aus einfachen, eher grobgewebten Material, die Farben gedeckt, grau und braun.

Sie streift die Kapuze ab und setzt sich eine weiße Haube auf, schlägt sich den Schnee von der Kleidung und sagt: So, Zeit, richtig reinzugehen, Hier. (Sie reicht mir eine weiße Haube.)

Uta: Die soll ich tragen?

Katharina: Ja, verdeck dein Haar, mach schon!

Uta: Mich sieht doch keiner…

Katharina: Mabel würde dich sich sehen… sie ist medial.

Uta: Wer ist Mabel?

Katharina: Angelika… jetzt mach schon, sie kommt gleich!

In dem Moment kommt eine Frau, die deutlich jünger ist als Katharina, den Abhang herauf, von dem ich fürchtete, zu stürzen.

Jetzt erst erkenne ich, dass es kein gefährlicher Sturz geworden wäre, es geht nicht sonderlich tief oder steil hinab.

Diese junge Frau ist höchstens 18 und sieht Ihnen, Angelika, sehr ähnlich, wenn das Haar auch nicht ganz so hellblond ist, das unter der weißen Haube hervor scheint.
Irritiert schaut sie auf mich, dann zu Katharina…

Mabel: Du hast es schon wieder gemacht, Ma, du hast sie gerufen!

Katharina: Äh ja, warum auch nicht? Wir brauchen ihre Hilfe!

Mabel: Du weißt genau, was der Prediger sagt!
Ma, wenn du so weiter machst, verurteilen sie dich noch als Hexe!

Katharina: Ach Unsinn! Ich rufe doch nur Engel!

Mabel: Bist du da so sicher?! Schick die da weg! Ich habe Angst vor der… vielleicht ist die kein Engel (schaut mich skeptisch von der Seite an).

Ma, bitte, sie suchen dich und ich habe keine Ausrede, ich will nicht dauernd lügen!
Du weißt, was in Salem passiert ist!

Es gibt einen Schnitt, als würde auf einer Kinoleinwand plötzlich der Film abgebrochen.

Jetzt bin ich an meinem Schreibtisch und Katharina steht neben mir.

Katharina: Nenn mich bitte Kate, mich haben alle Kate genannt.

Uta: Gern, setzt dich doch, Kate. Sag mal, was war das jetzt?

Kate: Das war ein Moment im Leben, den ich für wichtig halte, um es meiner Angelika zu zeigen.
Bei deiner Bruchlandung bist du einen Tag zu früh gekommen, es tut mir leid. Darf ich jetzt mit Angelika direkt reden?

Uta: Ja gern.

Kate: Angelika, mein Liebling, ich weiß, du möchtest sooooooooo viel wissen, so viel aus der Vergangenheit deiner Seele erfahren.
Und ich gebe dir nur diesen kleinen Schnipsel!
Aber eigentlich, meine Liebe, willst du keine historischen Daten sammeln.

Was du willst, ist, das wieder zu finden, von dem du spürst, dass du es verloren hast.

Nur kannst du nicht einmal sagen, was es ist, du spürst einfach nur, dass du nicht ganz bist.
Irgendwas fehlt, ja?

Und du bist in deinem heutigen Leben, um es zu finden, nicht wahr?

Es ist, als würdest du in der Schule sitzen und der Lehrer würde dir sagen: Angelika, wie bist du zu dem Ergebnis gekommen, erklär mir die Formel!

Aber weder sagt er, welches Ergebnis noch welche Art von Formel…

Das ist gemein!

Nun ja, eins ist jetzt klar: Es geht um dich, du BIST das Ergebnis.

Dann müsste es doch leicht sein, die Formel zu finden, oder?

Nein, ist es nicht, gar nicht.

Wer BIN ich? WAS BIN ich?

Du hast Recht: Wüsstest du es, würdest du ruhig werden.

Stattdessen ist da diese Suche nach…

Ja, nach was?

Menschen haben in sich dieses Wissen, wenn sie geboren werden.

Das hattest du auch.

Aber Menschen vergessen, weil sie im Leben der Anderen „Rollen“ bekommen.

Sie vergessen sogar, dass es nur Rollen sind, die sie da auf der Bühne der Anderen spielen.

Aber was ist, wenn es nichts zu spielen gibt?
Was ist, wenn gerade mal kein Zuschauer, kein Regisseur da ist?

Dann wird es spannend, dann wird spürbar, dass da etwas ist: unentdeckt, ungenutzt…

Wenn es still wird, wird das laut in dir.

Ich weiß, dass du schon viele gefragt hast…
Der Eine sagt dir dies und der Andere sagt dir das, aber es ist immer das Gleiche: Irgendwas ist wahr und irgendwas passt doch nicht.

Ach, Angelika, GENAU das ist das Ergebnis!
Die Verwirrung an der eigenen Identität!

Ich könnte jetzt der Uta weitere Stunden lang Text eingeben, von einem deiner gelebten Leben zum anderen kommen.
Und doch würde dir nicht klar, was du in diesem heutigen Leben suchst.

Denn worum es geht, ist Verwirrung!

Deine Seele ist verwirrt, was ihr „ICH BIN“ angeht!
Sie weiß es nicht mehr zu spüren, geschweige denn, zu sagen.

Und das, mein liebster Mensch auf Erden, begann hier in diesem Leben, über das ich mit dir reden möchte.

Ich war damals, wie du unschwer gemerkt haben dürftest, deine Mutter.

Dort unten das kleine Dorf wird später einmal eines der schönen kleinen Städte in Maine werden.
Noch aber ist unser Leben hier Kampf: Einige der Familien sind Fischer, andere Farmer, aber alles noch in einem Rahmen, der hart ist.

Wer hier sicher leben will, der muss hart arbeiten und er muss von der Gemeinschaft getragen werden.

Niemand überlebt hier, wenn die Gemeinde ihn ausschließt.

Es gab da ein Problem: Die Gemeinde ist weniger eine politische, sie ist vor allem eine Glaubensgemeinschaft: Streng in den Regeln, aber eben auch Schutz und Unterstützung gewährend für jedes Mitglied.

Wir sind hier geboren und es war keinesfalls so, dass wir diese Gemeinde nicht von Herzen liebten.

Aber es gab da ein Problem: In unserer Familie gab es seit Gedenken immer Frauen, die besondere Gaben hatten: Wir konnten Heilen durch Handauflegen, konnten Hellsehen, konnten Engel sehen, konnten Verstorbene sehen… und so manches mehr.

Aber das DURFTEN wir nicht!
Es widersprach unserem Glauben!

So hielten wir es geheim.

Die Mutter lehrte es der Tochter.
Die Regel war: Lebe deine Gabe, aber verschleiere dein Tun!
Die Erfahrungen in Europa hatten es uns gelehrt, dass es besser ist, nicht zu sagen, WAS genau wir taten, wenn wir beteten.

So war ich erzogen, so habe ich dich erzogen.

Allerdings hatte es meine Mutter einfacher als ich und ich hatte es einfacher als du.
Denn meine Großmutter war hierher mit ihrem Mann ausgewandert, WEIL sie diese Gabe hatte.
Während in Europa die Hexenverfolgung immer weitere Kreise zog, hatte man hier noch die Freiheit, wenigstens als von Gott gesegnete sein So Sein leben zu dürfen.

Es musste nur darauf geachtet werden, dass das mediale Tun im Kleid des Christentums gelebt wurde.

Das änderte sich, als du eben gerade 11 Jahre alt wurdest.

Plötzlich stand auch in Maine und in allen weiteren Staaten Neuenglands der Wahn, sich gegen die „Tücken“ Satans beschützen zu müssen, im Vordergrund.

Mit einem jungen neuen Prediger, der davon beseelt war, unsere Gemeinde vor dem Wirken Satans beschützen zu müssen, kam der Ungeist des Misstrauens gegen jede Person, die in irgendeiner Weise Ungewöhnliches Verhalten zeigte, auch in unsere kleine Gemeinde.

Dieser junge Prediger – ich sah es mit großer Sorge – gewann dein junges Herz.

Stell dir nur einmal vor, wie das für dich war!
Auf der einen Seite liebtest du mich, wusstest du darum, was ich tat.
Auf der anderen Seite hast du diesen jungen Mann so verehrt, dass du auch ihm alles, was er sagte, einfach glauben MUSSTEST!!

So wandelten sich deine Gefühle für mich mit jedem Jahr mehr.

Schließlich wurde ich zu einer Bedrohung für dich, denn ich KONNTE mein mediales Handeln einfach nicht einstellen, mein Gewissen sprach dagegen.

Hier unter dem Fels da tat ich, was ich meinte, tun zu müssen: Ich sprach mit den Engeln, bat sie um Inspiration, wenn es um kranke Menschen ging, die mir nahe standen.
Oder um kranke Tiere.
Ich bat sie auch um Hilfe, wenn unsere Männer in raue Stürme zu geraten drohten.
Ach, so vieles, was nun unter dem Einfluss des Predigers in dir zu Teufelswerk geworden war, tat ich.

Andererseits: Du wusstest, dass es so war, wie ich es sagte.
Alles, was ist, hat eine Seele und alle Menschen haben Engel und mit allem darf man reden…

Denn du hattest die gleiche Gabe wie ich selbst.

Und hast dich ganz entsetzlich dafür geschämt.

In deiner Seele ist etwas tief verankert, Angelika: die Liebe zu den Schwachen und Leidenden.

Und noch etwas: die Liebe zu Gott.

Gott als liebender Schöpfer, als Hüter des Lebens, als Erbarmer über die Schwachen.
Nicht als grausamer Richter.

Die Schöpfung lieben und Gott lieben und aus dieser Liebe heraus tun, was du tun kannst, DAS ist deiner Seele Freude seit Beginn ihres Seins.

Was du tun KANNST!
Ja, damit haben wir das Kernproblem.
Was ist, wenn dieses KÖNNEN nicht den Regeln entspricht, wenn es gar verteufelt wird?

Meine liebe Mabel wollte, seit sie klein, war immer nur eins: ein guter Mensch sein.

Aber was, wenn das, was ihr gut IST, von dem Menschen verteufelt wird, den sie verehrt und liebt?

Und von dem Menschen, der ihr wie niemand sonst nah ist, geliebt wird?

Das zerreißt, nicht wahr?

Es kam der Moment, da musstest du dich entscheiden zwischen dem, was dir wahr sein sollte.
Dein eigenes und auch mein SO SEIN als berechtigt betrachten oder dem folgen, was dir der Prediger sagte und woran mittlerweile alle deine Freundinnen glaubten.

Es war der Tag, an dem auch ich der Hexerei angezeigt wurde.

Ach, meine liebe Angelika, wie tief kann der Schaden sein, den eine Seele nimmt, wenn man ihr ihre tiefste Wahrheit über sich selbst raubt!

Wie viele anderer Menschen, die mich kannten und denen ich geholfen hatte, musstet auch du deine Aussage vor Gericht machen.
Und diese Aussage führte wie die aller Anderen auch dazu, dass ich der Hexerei als überführt betrachtet wurde.

Ich wurde getötet!

Das war furchtbar für deine Seele…
Aber noch verheerender war, dass ich gestand, mit dem Teufel im Bunde zu sein.
Natürlich gestand ich…
Nur sehr, sehr starke Menschen taten das nicht unter der Folter, diese Kraft hatte ich nicht.

Heute würde man sagen, mein Liebling, dass du ein Trauma erlitten hast.

Ja, und zwar eines, dass auch in nachfolgenden Generationen nicht heilte.

Nichts ist schlimmer für eine Seele, als sich selbst nicht mehr bedingungslos annehmen zu können.

Und genau das konntest du nicht mehr!
Wie gut bin ich?
Wie solltest du darauf noch eine Antwort finden können?

Deine Gabe, eine mediale Seele zu sein, war schließlich nichts anderes.
Sie bedeutet, eine vermittelnde Seele zu sein.
Eine, die zwischen materieller Ebene und nichtmaterieller Ebene eine Brücke schlägt…
War die Gabe gut?

Dein Glaube daran, dass Gott gut ist, dass er Liebe ist…
War der Glaube Wahrheit oder Illusion?

Dein Glaube daran, dass die Menschheit im tiefsten Inneren deiner Liebe wert ist und deine Hingabe verdient hat, war dieser Glaube Wahrheit oder Naivität?

Als ich starb, ist ein Stück Gewissheit aus deiner Seele gebrochen, der bisher nicht wieder integriert werden kann.

„So, wie ich im Tiefsten bin, bin ich gut!“

Diese Gewissheit verharrt bis heute hier in diesem Leben in Maine.

Ich bin sehr dankbar, dass ich heute mit dir darüber reden kann.

Selbstzweifel?
Nein, das ist es nicht, was dir schadet…
Sondern Unsicherheit über den Wert deines tiefsten Seins.

Diese Sicherheit suchst du, wieder zu bekommen mit aller Kraft.

Und du suchst sie, in dem du das tust, was andere gut brauchen können, damit es Ihnen besser geht.

Und du suchst nach Wegen, ein „Guter Mensch“ zu sein.

Aber spürst gar nicht, dass du das bist, mein Lieb: Du bist es doch!

Du suchst aber den Beweis.

Soviel fürchtest du, dass es in dir liegen KÖNNTE!

Etwas, das herauf brechen könnte aus den Tiefen des Verborgen in deinem Ich.

Oh, liebstes Menschenkind, das Einzige, was du finden könntest, wäre Wut.

Ja, Schatz, Wut über die Ungerechtigkeit, die dem menschlichen Sein widerfährt.

Das ist böse?

Nein, Liebling, das ist in Ordnung.
Es ist doch Teil der Schöpfung, sich gegen das zu empören, was der Liebe der Schöpfung widerspricht.

Aber so wie deine mediale Kraft gefesselt ist durch die Angst, nicht gut genug zu sein, so ist auch die Wut gegen das, was die Liebe zerstört, gefesselt.

Beides steht dir im zu geringen Maß zur Verfügung.
DAS macht dich müde, DAS erschöpft dich.

Angelika, es ist keine Strafe, die einer Seele durch das Karma auferlegt wird, es ist eine Aufgabe!
Eine Herausforderung.

Deine besteht darin, das wieder zu integrieren, was hier in Zeit und Raum „hängen“ geblieben ist.
Die Zuversicht, zu wirken, was gut ist, in dem Maß, das dir gegeben ist, in der Art und Weise, die du bist.

Und die Kraft, sich gegen alles zu verwahren, was überfordert und / oder dir und deinem So Sein nicht gerecht wird.

Ja, ich vermute, dass du erst lernen musst, „diese Kröte zu schlucken“, die ich dir hier gebe?

Aber wer weiß: Vielleicht ist es deiner Seele auch ganz leicht?
Wie sehr würde mich das freuen!

Uta: Darf ich dir jetzt Angelikas Fragen stellen?

Mabel: Ich hatte mit anderen gerechnet, aber der Ordnung halber stelle sie ruhig.

Uta: Die erste brauche ich vermutlich nicht stellen: Es ist die, wer du bist…

Mabel: Nun, ich bin hier die Kate, aber natürlich ist das nur eine von vielen gelebten Existenzen.
Mir war das hier aber sehr wichtig und es ist mir wahr, dass ich in tiefster, vornehmlich mütterlicher Liebe zu Angelika stehe.

Dennoch bin ich weder einseitig männlich noch weiblich, weder alt noch jung… Das seid ihr alle nicht.
Seelen sind doch EINS.

Sie fragt: Wann und wo war mein erstes Seelenleben und wie viele sind es insgesamt?

Mabel: Nein, Angelika, so ist das nicht, wie ihr euch das denkt.
Es gibt keine Entwicklung der Seele, die vom Jahr X zum Jahr 1985 führt in einer Linie.

Es gibt nur eine Reifungslinie.
Alle Seelen fangen zum gleichen „Zeitpunkt“ an.
Und der liegt in dem Moment, im dem Gottes Bewusstsein das GANZE Seelenkollektiv der Menschen „denkt“ und so ins WERDEN bringt…

Also alle gleich „alt“.
Aber nicht alle gleich „reif“ zum derzeitigen Moment der Zeitlichkeit in deiner Betrachtungsebene.

Das ist schwierig, zu erklären und sicher auch zu verstehen.

Eigentlich willst du etwas über deinen „Reifegrad“ wissen.
Dazu gehe ich zu den Entwicklungsstufen der Seelen über und du bist eine Seele der 7. Ebene, das ist (lächelt) toll genug!
Aber da geht noch mehr… (lacht.)

Wollen wir wirklich zählen, wie viele du gelebt hast?
Warum? Um dich messen zu können?

Das steckt dahinter!
Wenn du sowas liest, ist es das, was der Autor selbst glaubt.
Tatsache ist aber: Es gibt Seelen, die Hunderte von Inkarnationen gemacht haben und dennoch absolut unreif sind.
Und solche, die nur wenige gemacht haben und doch derart reif sind, dass sie nicht mehr inkarnieren müssen, um sich zu vervollkommnen.

Deshalb ist meine Antwort keine Zahl, sondern siehe oben die 7. Ebene…
Die 8. ist noch nicht da…

Uta: Welche Entwicklungen waren in vielen Leben von Bedeutung und was gilt für das jetzige Leben?

Mabel: Merkst du, Angelika, wie sehr du danach suchst, dich „messen“ zu können?

Warum? Weil du DICH suchst.
Aber du findest dich so nicht.
Es ist völlig unerheblich, was du wann ausgereift hast.

Du bist ein RESULTAT der Reifung immer da, wo du aus dir selbst heraus und völlig selbstverständlich machst oder lässt, was der liebenden Schöpfungsbewegung dient.

Das ist viel, findest du nicht?
Du suchst im TUN deine Qualität zu finden.
Ich möchte dich aber darauf aufmerksam machen, dass es mindestens genauso wertvoll ist, etwas NICHT zu tun.
Nämlich alles das, was in seiner Wirkung Schaden bringt: dir und anderen und der Schöpfung.

Uta: Welche Orte in vergangenen Leben sind für mich von besonderer Bedeutung?

Mabel: Oh… Überraschung.
Die Türkei: Allerdings nicht das heutige System, sondern das verlorene frühzeitliche Anatolien.
Auch Israel, nicht das heutige, sondern das zu Beginn der Zeitrechnung.
Nord-Amerika, speziell die Ostküste, England, Holland, Südafrika…

Ja, du bist weit herumgekommen (lächelt), selbst der nördliche Polarkreis ist dir Heimat gewesen.

In Asien war es vor allem Nepal und Tibet, aber auch die Mongolei.

Angelika, hast du etwas davon, dass ich dir das jetzt sage?
Nein!

Denn versuche es, ganz tief zu verstehen!

Es geht AUF GAR KEINEN FALL darum, ANDEREN zu glauben.
Sondern was du zurück brauchst, ist, DIR, deinem INNERSTEN zu glauben und wieder Vertrauen zu können.

Je mehr Fragen du an andere richtest, um so weiter entfernst du dich vom Gespür dafür, was DIR! wahr und wichtig ist.

Und dafür kannst du GAR NICHTS, es ist die Folge dieser Inkarnation.
Eine weitere Folge ist deine Geburt in deine Familie zu der gegebenen Zeit…

Und heute ist es MEINE Aufgabe, dir zu sagen:
Liebling, es geht nicht ums Richtig wissen, Richtig machen, sondern ums SEIN, wie du BIST.

Dass du sagen kannst: Wie ich bin mit meinen Gaben und hellen Seiten, aber auch mit dem, was mir nicht möglich ist und was noch unentwickelt ist, bin ich hier und heute Gott gut genug, also auch dir und mir!

Uta: Sie möchte wissen, wo genau in Irland sie gelebt hat.

Mabel: Das eben meine ich!
Ich! soll dir sagen, was dir Wahrheit IST?

Warum? Weil es dir so schwer ist, deinem Fühl-wahr zu vertrauen.

DARAN, Schatz, daran muss gearbeitet werden.
Was für ein Guide wäre ich, würde ich mich hier nicht verweigern?
Sondern diese falsche Ausrichtung auch noch bedienen.

Du wirst immer Menschen finden, die dir sagen, was du zu glauben hast, wer du warst oder bist.
Aber dein Engel tut das nicht…
Ich sag dir: Lerne, die Antworten IN DIR zu finden.
Das Leben ist ein ERFAHRUNGS Weg, ein Weg, der gefahren wird und zwar von dir selbst.

Und du bist es, die dem, was sie sieht und fühlt, die Bedeutung zu geben hat. Was dir wahr ist, ist wahr.

Uta: Ich traue mich gar nicht, dich weiter zu fragen…

Mabel: Das ist auch in Ordnung, alle Fragen bis auf die Letzte habe ich schon beantwortet und selbst die Letzte ist im Grunde nicht wirklich wichtig.

Dein Partner ist dir das und der, der deine Wahrheit über ihn dir ist.

Natürlich kennt ihr euch seit sehr vielen Inkarnationen.
Und ja: Natürlich seid ihr euch sehr nahestehende Seelen, sehr, sehr zueinander gefügt.
Aber was bedeutet das? Das bedeutet, dass ihr einander zu geben habt, was „Menschenpflicht“ ist: Seid einander gute Lehrer, seid einander Entwicklungshelfer und zwar so gut ihr könnt in der Art und Weise, wie es einem jeden von euch möglich ist.

Ach, oh… es ist schwer, ein ganzes Glaubenskonstrukt einzureißen, ohne die Zeit zu haben, das Wahre wieder zu installieren.

Ich möchte dir so sehr viel, viel mehr sagen und zeigen, aber das kann ich in diesem Rahmen nicht.
Sehen wir es so: Ich habe ein Rollo von einem Fenster hochgezogen, das stets verschlossen war, jetzt hast du einen neuen Blick.

Ob du den verstehst, dich wagst, ihn zu nutzen, ob es dein Selbstbild und Weltbild erweitern darf, wird deine Seele bestimmen.
Und leider bestimmt die Angst davor, FALSCH zu sein in deiner tiefsten Schicht da mit!

Und mir sind die Hände gebunden, da noch mehr tun zu können, als mir durch diesen Brief hier an dich möglich ist.

Angelika, ich liebe dich und ich habe das größte Vertrauen in dich…

Aber wie schön wäre es, du könntest dich selbst so lieben und dich selbst, deinem tiefsten Ich, auch so sehen.

Versuche es, du kannst es schaffen.

Deine Kate!