Das Diesseits und das Jenseits von Uta erklärt für eine Jugendliche: Teil 1

Das Diesseits und das Jenseits von Uta erklärt für eine Jugendliche: Teil 1

Liebe Laura!

Nun kommen die Antworten auf deine ersten Fragen.

Frage 1: Was macht man im Himmel und was passiert dort?

Antwort: Liebe Laura, zuerst einmal will ich erklären,
wo und was der „Himmel“ ist.

Leider haben wir in der deutschen Sprache nicht zwei unterschiedliche Worte wie die Engländer.

Sie unterscheiden zwischen Heaven und Sky.
Sky ist einfach das, was unseren Planeten umgibt: Die Atmosphären Schichten unserer Erd-Hülle und dann eben das Weltall mit all seinen Sonnen und Sternen usw.…

Alles das ist Materie: Man kann messen, was da ist, es Elementen zuordnen und es ist also Teil der gesamten materiellen Welt.

Bis vor relativ kurzer Zeit sagten die Wissenschaftler: Es gibt NICHTS außer dieser materiellen Welt, alles andere ist Religion oder Täuschung.

Inzwischen gibt es einen neuen wissenschaftlichen Zweig der Mathematik und Physik, die sogenannte Quantenphysik.

Sie beweist, dass die oben genannte Aussage der Wissenschaft „Was nicht aus messbarer Materie ist, existiert nicht“ völlig falsch ist.

Diese neue Wissenschaft hat entdeckt, dass alles, was wir wahrnehmen, weil es sichtbar ist, nur deshalb für uns sichtbar erscheint, weil wir nicht in der Lage sind, ZWISCHEN den einzelnen, winzigen Bestandteilen der Dinge zu schauen oder gar zu greifen.

Dann würden wir sehen, dass einfach gar nichts fest zusammengefügt ist.

Stell dir vor, du hättest ein hochauflösendes Mikroskop. Das würdest du immer stärker und stärker vergrößern lassen.

Und stell dir jetzt vor, du würdest damit einen Tisch betrachten.

Zuerst siehst nur den Tisch.
Dann siehst du, dass er aus einzelnen Holzfasern zusammengesetzt ist.

Dann siehst du, dass jede Faser aus einzelnen Zellen zusammengesetzt ist.
Und dann siehst du, dass jede einzelne Zelle aus Atomen zusammengesetzt ist…

Immer kleiner und kleiner werden die Teilchen und der Abstand, den sie zueinander haben, wird immer größer.

Diese letzten, diese kleinen, kleinsten Teilchen sind derart winzig, dass sie selbst nicht mehr zu sehen sind.

Aber ihre Wirkung, die ist messbar und nachweisbar.

Ein netter alter Professor – der Hans Peter Dürr – erklärt das wunderbar, man kann es auf YouTube sehen.

Er nennt diese Teilchen, die NICHT Materie sind und trotzdem da sind, die „Wirks“.

Das meint er ein wenig scherzhaft, aber er hat recht.
Ihre Funktion ist es, zu WIRKEN! Ohne sie würde sich gar keine Materie bilden.

Wie Atome zusammen gesetzt sind, das liegt an den „Wirks“ und das entscheidet darüber, ob du mit deinem Mikroskop die Zelle einer Holzfaser betrachtest oder die Zelle einer Maus.

Was immer entsteht in der Materie: Die tiefe Ursache sind die „Wirks“, das, was KEINE Materie ist.

Und weil das so ist, weil es kein Wissenschaftler je vermutet hat, obwohl diese Weisheit Jahrtausende alt ist, nur eben nicht zu beweisen war, das wissen heute die Quanten-Physiker.
Dass letztlich alles, was in der Materie existiert, deswegen ist, was es ist, weil NICHT MATERIE = „Geist“ alles und jedes erst werden lässt.

Alles ist „Geist“ oder wie die Briten sagen „Mind“ oder wie es die Bibel sagt „Seele“.

Es ist schwer für uns Menschen, Worte für etwas zu finden, das wir nicht genau kennen.

Wenn man es so sieht wie die Quanten-Physiker, dann gibt es gar keine Trennung zwischen Himmel und Erde.

Denn mit dem „Himmel“ ist genau dieser Bereich der „Wirks“ gemeint, die nicht sichtbar sind und doch wirken.

Der Himmel, nachdem du fragst, ist also nicht irgendwo da oben über dir, wenn du hochguckst. Er ist nicht getrennt, sondern er ist in allem wirkend, was du täglich um dich hast.

Diese „Wirks“ sind der wichtigste Teil von dir!

Und jeden, den du kennst und alles, was deine Augen sehen und deine Hände anfassen können, deine Nase riechen kann, deine Ohren hören, die ganze Welt, in der du lebst, ist gleichzeitig eine materielle Welt und eine geistige Welt.

Weil das so ist, gehen wir gar nicht weg aus Allem, wenn wir sterben, sondern wir gehen dorthin, wo es die Verfestigung durch die Wirks nicht gibt.
Das ist ganz einfach eine andere Art der Wahrnehmung.

Wir haben ja dann keine Augen, die sehen, Ohren, die hören, Nasen, die riechen und Lippen, die sprechen oder Hände, die tasten können.
Dennoch nehmen wir wahr, fühlen, verstehen und in gewisser Weise sehen wir sogar.
Dann ist uns wahr, was wir jetzt nicht sehen, riechen, spüren, hören, schmecken können.

Ich kann dir nur schwer beschreiben, wie vielfältig diese Wahrnehmung ist.

Deine Frage, wie es dort ist, kann ich gar nicht beantworten, ohne mit dem Satz zu beginnen: Na ja, Laura, es kommt darauf an, WER im Himmel ist… also in der Welt ohne Materie.

Ich will dir zwei Beispiele nennen, die ich selbst als Medium getroffen habe.
Beides sind fünfjährige Jungen, beide sind plötzlich durch einen Unglücksfall gestorben, aber beide waren in sehr unterschiedlichen „Himmeln“.

Der kleine Franz wurde in Tirol geboren. Er wuchs fröhlich in einer großen Familie auf, die einen Bauernhof in Österreich bewirtschaftete.
Er war immer fröhlich und alle Menschen, die ihn kannten, hatten ihn recht lieb.
Der Franz fuhr für sein Leben gern Fahrrad, darauf war er sehr stolz. Am liebsten unten im Tal, da wo der Bachlauf war.

Bald schon sollte er eingeschult werden, was ihm ganz und gar nicht gefiel! Dass dann die Zeit vorbei war, herum zu strolchen, wie es ihm gefällt, das wusste er.

Eines Tages im Frühjahr – es war warm und sonnig und der Schnee war endlich völlig weg – bat er seine Mutter, unten im Tal beim Bach mit dem Rad fahren zu dürfen.
Natürlich erlaubte sie es ihrem kleinen Schatz, er hatte ja den ganzen langen Winter darauf warten müssen!

Aber was seine Mutter nicht wusste: Das kleine Bächlein da unten war durch eine plötzliche Schneeschmelze hoch in den Bergen zu einem reißenden Fluss angeschwollen.
Der Franz ist da hineingeraten und ertrunken.

Ich durfte mit ihm später, als er schon im „Himmel“ war, sprechen.
Glücklich war er, sehr sogar!
Herumstrolchen konnte, er so viel er wollte.
Und er war nie allein, hatte viele Freunde.
Seine Großeltern waren auch da und noch schöner konnte es ihm gar nicht sein.

Die Eltern und Geschwister in der Materie, die taten ihm schon ein bisschen leid, aber so sagte er mir: Zur Schule wollte er nicht, niemals, auf gar keinen Fall!
Alles, nur das nicht!

Franz Seele – also sein Nicht-Materie-Teil – wollte keine Pflichten, der wollte einfach immer und immer nur Spaß haben.

Sicher ändert sich das einmal.
Vielleicht bewirkt ja seine Liebe zu den traurigen Eltern, dass er das nächste Leben auch mal den Mut hat, Pflichten zu übernehmen und erwachsen zu werden.
Einstweilen aber ist der Himmel dem Franz ein einziger großer Abenteuerspielplatz.

Der andere Junge: der Paul.
Paul ist in Berlin geboren in einer hässlichen, engen, kleinen Wohnung in einem hässlichen, grauen Stadtteil.

Er hatte zwei jüngere Geschwister, auf die er, obwohl er selbst doch noch so klein war, den ganzen Tag aufpassen musste.
Denn seine Mutter hatte sich vom Vater, der ein heilloser Trinker war, getrennt. Sie musste arbeiten, um die kleine Familie durchzubringen, denn der Vater unterstützte sie nicht, weil er sehr wütend über die Trennung war.

Paul war ein sehr, sehr ernstes Kind.
Er tat sein Bestes, um die beiden Kleinen zu schützen.
Da war keine Zeit für ihn zum Spielen wie beim Franz etwa.

Und Liebe, die kannte der Paul kaum.
Seine Mutter war, wenn sie heimkam, so erschöpft, dass sie immer schimpfte und einfach keine Liebe mehr zeigen konnte.
Außerdem hatte sie riesige Angst, dass herauskommen würde, dass sie die drei Kinder so lange allein in der Wohnung ließ.
Sie wusste, dass sich dann das Jugendamt einschalten würde und die Kinder zu Pflegefamilien oder in ein Heim kommen würden.

Paul hatte auch Angst davor.
Nie, nie, nie wollte er von seiner Mutter wegmüssen!
Auch hatte die Mutter verboten, dass die Kinder raus gingen, solange sie nicht da war.

Selbstverständlich hielt Paul sich immer daran: Wenn die Mutter nicht da war, blieb er in der Wohnung! IMMER!
Seine Mutter hatte ihm gesagt, dass er, wenn es klingelt, auf gar keinen Fall aufmachen dürfe!
Sonst würde bekannt, dass die Kinder allein sind und dann würden sie abgeholt.

An diese Anweisung hielt sich Paul IMMER!
Bis es eines Tages nicht klingelte, sondern die Stimme des Vaters vor der Tür rief:
Mach auf! Lass mich rein!
Natürlich machte Paul auf…

Eine Zeit lang war es sogar schön: Den Vater wieder da zu haben, bis die Mutter von der Arbeit heimkam.
Aber es gab einen fürchterlichen Streit zwischen den Eltern.
In der Folge wurde der Vater handgreiflich.
Er schlug nach der Frau, traf aber Paul, der in der Folge so unglücklich stürzte, dass er sich das Genick brach.

Ich wurde eines Tages zu Paul gerufen, weil er in der alten Wohnung spukte.
Seine Familie lebte nicht mehr in der Wohnung, jetzt wohnte da ein junger Mann.
Na ja, und Paul!

Nur dass der junge Mann ihn nie sehen konnte.
Nur manchmal, wenn Paul echt sauer war und Bücher umwarf oder mit den Türen klapperte, dann merkte der Fremde, dass da noch jemand ist.

Pauls „Himmel“ war also immer noch die Wohnung, in der er aufgewachsen war.
Er war dageblieben und NICHT „raus gegangen“, wie er es der Mutter doch versprochen hatte.

Ich hatte große Mühe, dass er überhaupt mit mir sprach, denn seine Mutter hatte ihm doch auch verboten, mit Fremden zu sprechen.

Wie alle, alle Verstorbenen konnte Paul das große Licht, das den Übergang zwischen materiellem Bewusstsein und dem Himmel-Bewusstsein markiert, sehen und fühlen.
Und er wäre so gerne dort hingegangen, aber er hatte doch versprochen, zu bleiben!

Erst als ich ihm klar machen konnte, was mit ihm los war (er wusste nicht, was Tot sein ist) und seine Omi, die er sehr lieb hatte, im Licht zu sehen war, ging der arme, kleine, tapfere Kerl dorthin.

Und ich hoffe so sehr, dass seine Welt voller Liebe ist, dass er spürt, wonach er sich so sehr gesehnt hat: Geborgenheit und Sicherheit und Frohsinn!
Ich setze da ganz auf die Oma, die ihn sehr, sehr lieb hatte zu Lebzeiten.
Sie konnte ihm nicht helfen, weil er in solcher Angst war, die Wohnung verlassen zu müssen, dass er es sich nie getraut hat, zu ihr zu laufen: in das Licht hinein.

Laura, das sind nur zwei Menschen, von denen ich dir erzählt habe.
Und schau, wie unterschiedlich es ist, was sie erlebten.

Wenn wir unsere Verkörperung lösen, wenn wir nur noch „Geist“ und „Seele“ sind, dann erleben wir genau das, was uns im tiefsten Herzen wahr ist.

Nehmen wir einmal an, du würdest mit einer Freundin durch den Park gehen: Du hättest sehr gute Laune und sie gerade sehr schlechte Laune.

Wenn ich euch beide dann danach fragen würde, was ihr gesehen habt auf eurem Weg durch den Park, dann fällt die Antwort wohl ganz verschieden aus.

Du würdest du mir vielleicht von einem ganz süßen Hund erzählen und davon, wie schön bunt die Blätter werden. Und von der lustigen Ente, die euch hinterher gewatschelt ist…

Und die schlecht gelaunte Freundin? Wahrscheinlich würde sie die Schultern zucken und sagen: im Park? Hm, nichts Besonderes!

Wie kann das sein?
Ihr seid beide zur gleichen Zeit durch den gleichen Park gegangen!
Weil deine Seele dafür offen war, Schönes wahrzunehmen und Lustiges.
Aber die Seele der Freundin war gerade mit dem Auslöser ihrer schlechten Laune beschäftigt und hat die ganze Zeit damit verbracht, ihren Gedanken zu erlauben, miese Gefühle in ihr zu machen.

So ist es auch mit dem „Himmel“, dennoch gibt es durchaus Entwicklungen und eine Struktur.

Darüber schreibe ich dir das nächste Mal mehr.

Laura, deine Fragen sind sehr tiefe Fragen, ich kann sie nur nach und nach beantworten.
Mit dem „Himmel“ bin ich noch gar nicht fertig. Da muss ich dir sicher noch mehr erklären.

Ich werde versuchen, dir nach und nach alle deine Fragen zu beantworten.
So, wie es meine Zeit zulässt.

Alles Liebe
Uta