Seele

Das Hellste und Kräftigste ist der „Big Mama“ – Fundus in dir.

Das Hellste und Kräftigste ist der „Big Mama“ – Fundus in dir.

Big Mama: Nicht die liebe, jungfräuliche Marianne,
die vor allem eins gut kann: gut leiden!

So ist Big Mama nicht!
Die lässt sich nicht verwirren und nickt alles ab, was sie überfordert.
Die weiß, zwischen nützlich und schädlich durchaus zu unterscheiden.
Die spendet auch nicht jedem und alles, was „Hier“ schreit, ihre Kraft.

Das macht sie nicht!

Big Mamas sind toll!
Die bringen alles Mögliche weiter auf ihrem Weg.

Wer eine „Big Mama Seele“ bei sich hat, der hat es gut.
Der kann sich sicher und geborgen fühlen.
Der muss sich nicht verdrehen und verrenken, damit Mama ihm eine Suppe kocht.

Aber Big Mamas sind auch zum Fürchten, weil man denen nichts vormachen kann.
Sie handeln aus ihrer Mitte und sehen in die Mitte der Seele.
Sie sind die „Gärtnerinnen Gottes“!
Sie pflegen, wässern, düngen.

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Engel von Marianne zu verbinden. Marianne bittet um diesen Kontakt.

Ich sitze auf einem warmen, großen Fels, neben mir ein alter Olivenbaum.
Vor mir geht der Blick weit hinaus auf das unter mir liegende Meer, weit entfernt sehe ich Inseln…
Es duftet hier stark nach Kräutern.

Und mir scheint es, als würde der Wind diesen Duft über das Meer zu mir tragen. Es ist eine wunderschöne Atmosphäre, die mich tief einatmen lässt und sehr berührt.
Besonders der Anblick einer speziellen Insel, die meinen Blick immer wieder automatisch anzieht, ohne dass ich sagen könnte, warum das so ist.

Francois: Die Insel der Sehnsucht ist das.

Unbemerkt hat Francois sich neben mich gesetzt. In der Hand hält er beiläufig ein Sträusslein, ich denke, es ist Oregano…

Francois: Ja, Oregano.
Engelskraut macht alles ganz klar körperlich und, seelisch, es wäscht sozusagen alles rein.

Guten Morgen übrigens!

Uta: Guten Morgen, Francois.

Guten Morgen, Marianne…

Marianne, was soll ich dir sagen? Am Liebsten?
Nichts!
Am Liebsten in die Arme nehme, halten, wärmen, nähren, wortlos…

Ja… das würde ich gerne tun können…
Aber in dem Moment, in dem ich es könnte und tun würde, käme die Angst…

Ach, diese alte, alte Angst statt gehalten, gewärmt, genährt zu werden, verschluckt zu werden.
Sich ganz und gar auflösen zu müssen, verloren zu gehen in dem, was dir gesagt wird, dass es Liebe wäre.

Also? Was bleibt?
Der Kopf, der Verstand.

Kopf und Herz getrennt im ewigen Bemühen, beides zusammen zu bringen und sich gleichzeitig davor fürchtend.
Ein halber Schritt vor, ein halber zurück.

Die Insel der Sehnsucht in Sichtweite, das Boot startklar am Ufer, die Ruder schon gerichtet, nur ein Schritt, nur eine Bewegung der Entschlossenheit…

Aber genau in diesen Momenten meldet sich ein Raunen und Flüstern im Herzen, Stimmen, die keine Worte haben.
Aber du spürst die Warnung in ihrem Klang und steigst nicht ein, nimmst die Ruder nicht in die Hand.

Oh, du hast in vielen Booten gesessen und gerudert und bist zu Inseln gefahren, die Sehnsuchts-Inseln waren.
Aber es waren nicht deine: nicht dein Boot, nicht dein Ruder, nicht deine Insel.

Du hast alles gegeben, hast dich gemüht und angestrengt, dich verletzt, dich gefügt.
„Vernunft angenommen“, glauben WOLLEN, dass die angewiesene Insel DEINE ist.
Dass sich dort Erfüllung findet, nur um am Strand auszusteigen und festzustellen, dass diese Insel wieder nicht deine ist.

Dass du nur geholfen hast, andere ohne Anstrengung zu ihrer Insel zu führen.

Ja, Marianne.

Wir reden über Liebe, denn genau DAS ist die Sehnsuchts-Insel.

„Ich will geliebt sein!“
„Ich will zuhause sein!“

Marianne, was soll es nützen, wenn ich dir SAGE, wie sehr ich dich liebe?
Was soll es nützen, wenn ich SAGE: Du BIST immer zuhause?

Wenn du es nicht FÜHLST?

Wir werden jetzt vorsichtig und doch entschlossen versuchen, dein wundes Herz zu würdigen, Marianne.

Du brauchst nur etwas Mut, nur ein ganz klein wenig, um Mitgefühl mit dir zu spüren.

Dir zu erlauben, mitfühlend mit dir selbst zu sein, öffnet neue, gute Welten. Fürchte dich nicht, Marianne!
Du kannst jederzeit diese Worte von mir verwerfen.
Du kannst sagen: „Das ist Alles Unsinn“.

Und du kannst es vergessen, wann immer du willst.

Das würde gar nichts daran ändern, dass ich da bin und dich liebe.

Aber vielleicht erlaubst du mir auch, dein Herz zu berühren: Es zu umarmen, ohne dass du Angst hast, dich dann vollständig opfern zu müssen.

Wir werden sehen, ja?

Marianne, ich stehe jetzt vor dem Problem, über die Defizite deiner Eltern reden zu müssen, ohne sie zu beschuldigen!
Denn beschuldigen dürfen wir nicht.
Wir sind keine Richter.

Also verstehe es bitte, ohne dass ich eine Beweisführung mache.

Ich werde also nur vom Sachverhalt her darüber sprechen, nur von dem, was einmal war und was immer noch wirkt, als wäre es gegenwärtig.

Ich kenne die Gedanken, die infrage stellen, ob du überhaupt inkarniert sein wolltest.

Ob es nicht so eine Art „Unfall“ war oder du einfach zu dumm warst, um eine so schwerwiegende Entscheidung zu treffen.

Ich kenne diese Momente, in denen du dich einfach fremd fühlst: Wie ausgesetzt in einer Welt, die gar nichts hat, was du Heimat nennen könntest.

Diese unendliche Einsamkeit, die gepaart ist mit tiefer Resignation.

Es ist, als wüsste etwas in dir, dass du hier nie die gleiche Sprache sprichst wie alle anderen, nie die Sitten und Gebräuche je zu deinen machen könntest.

Ein Gefühl großer Verlorenheit.

Die Wahrheit ist: Oh doch, du wolltest hier inkarnieren!

Und ja, ja, ja.

Es ging deiner Seele darum, herauszufinden, was ZUHAUSE sein ist.

Marianne, alle Menschen, die inkarnieren, wollen das auch.

Stell dir diesen Willen nicht als kopfgesteuert vor!
Er ist entstanden und verknüpft mit einer großen Lust darauf.
Es ist ein Zupacken, das sehr emotional ist!
Und diese Emotion, die mit dem übereinstimmt,
was Gott – der diese mysteriöse, in allem treibende Kraft ist – auch „will“.

Ohne diese beiden Komponenten inkarniert nicht ein einziger Mensch!

Es ist reine LUST, reine Freude.

Und es hat erst einmal gar nichts mit dem Paar zu tun, das sich vereinigt und aus deren Genen diese Verkörperung der Seele stattfindet.

Aber wie entscheidet sich dann, wer die Eltern sind?

Ihr könnt in nicht anders inkarnieren als in das, was eurer Seele wahr ist bis dahin.

Seelen haben gute, tragbare Wahrheiten und völlig verdrehte.

Sie sind weise und ganz durcheinander.

Beides braucht ein „Nest“, das mit ihr übereinstimmt.
Mit eben diesem Gemisch aus wahr und unwahr.

Ziel ist, das Unwahre loszuwerden, es aus dem Ganzen heraus zu kristallisieren und in Wahres zu wandeln.

Eine Seele, die keine Unwahrheiten mehr hat, inkarniert nicht mehr, es sei denn aus Liebe und Mitgefühl.
Aber das sind nur wenige.

Das heißt:
Alle Menschen inkarnieren sich in das, was sie für wahr halten.

Um welche Wahrheiten geht es?

Wer bin ich? Das zuerst.

Was ist das Leben mir? Das auch.

Was ist der Sinn, Gott? Auch das.

Alle Seelen GLAUBEN, die Antworten zu haben.
Aber spüren gleichzeitig, dass diese NICHT vollständig sind.

Sie spüren es daran, dass sie NICHT stark, frei, glücklich sind.

Da ist etwas, das ist beunruhigend, ungelöst, beschwerlich.

Ich möchte es vergleichen mit einem Zustand, in dem die Arme am Körper gebunden sind: Es ist einfach nicht möglich, diese auszubreiten.

Bei dem Einen gar nicht, beim Nächsten ein wenig, beim wieder Nächsten schon recht ordentlich, aber eben NICHT vollständig.

Dieses Gefühl des nicht vollständig seins treibt in die neue Inkarnation.

Dabei geht es nicht um Regeln, die zu befolgen wären.
Und es geht erst recht nicht darum, irgendetwas abbüßen zu müssen!

Dieses Gerede über Inkarnationsursachen entspricht einer nur sehr menschenzentrierten Sichtweise, die stets Bestrafung von Fehlern fordert.

Was im Übrigen doch gänzlich sinnlos ist!
Eine Seele zu strafen, würde nichts daran ändern, dass ihre „Wahrheit“ sich ändert.

Also du merkst: Ich gebe mir große Mühe, nicht weitschweifig zu werden.

Aber so ganz gelingt es mir nicht, verzeih mir.

In welche Eltern und Sippe Menschen inkarnieren, in welche sozialen Umstände, in welche historischen Zeiten auch immer:

Der Beginn spiegelt die Wahrheiten, die eine Seele hat!
Oder wenn du so willst: Ihr Bewusstsein darüber, wer sie selbst ist, was das Leben ist und was der Sinn des Ganzen ist.

Und das aus einem einzigen Zweck heraus, die Fesseln der Arme loszuwerden: die Fehlwahrnehmungen, falschen Urteile, fehlgedeuteten Bedeutungen zu erweitern.

Und jetzt, wo du das weißt, kommen wir zu deinen Eltern.

Lass es mich so sagen: Sie waren darum die „Richtigen“, weil sie deiner Seele die Möglichkeit durch ihr Sosein geben konnten, Urteile zu korrigieren, die zum Wachstum der Seele nicht mehr taugten.
Und natürlich auch das zu erhalten, was gute, tragfähige Urteile der Seele sind. Beides.

So: Was ist das, was korrigiert werden muss?
Wohin geht die Reise?

Es klingt sehr simpel und ist doch hochkomplex!

Was fehlt, ist das Bewusstsein dafür, RICHTIG zu sein:
Das RICHTIGE Ich-Bin zum RICHTIGEN Zeitpunkt am RICHTIGEN Ort.

Aus diesem Bewusstsein wird eine tiefe Gewissheit darüber, DAZU ZU GEHÖREN, statt getrennt zu sein.

Womit fing also dein Leben an?
Natürlich NICHT damit, dazu zu gehören, und zwar bedingungslos, sondern nur sehr bedingt.

Die Bedingung war: Spiel die Rolle, die wir dir geben und du gehörst dazu.

Anders ausgedrückt: Deine Sehnsucht spielt hier keine Rolle.
Wenn du nicht verworfen sein willst, dann übernimm das, was wir dir sagen, dass es dir zukommt.

Selbstverständlich hast du das aus kindlicher Liebe akzeptiert. Selbstverständlich hast du verinnerlicht, was ihr Urteil durch ihr Sagen, Tun und Lassen mit dir war.

Dagegen kann sich kein Kind wehren!
Das ist einfach dem noch nicht gereiften Verstand unmöglich.
Und da es genau die Gefühle wieder aktiviert, die die Seele im nicht inkarnierten Zustand als „richtig und angemessen“ definiert, geht es erst einmal einfach so weiter.

„Ich gehöre nicht dazu, weil ich hier fremd bin!“

Ja, mehr noch: „Ich bin fremd und es gibt kein Zuhause für mich.“

Das erlebte, erfühlte Fremd und Ungeborgensein bleibt also wie eine Hintergrund-Melodie immer anwesend.

Das Kind versucht, in sich selbst zuerst einmal alles zu verbergen, was es von denen unterscheidet, die es liebt.

Manches Kind so sehr, dass es sogar aufhört, dieses „Fremde“ selbst wahrzunehmen.

Weißt du, was dein „Befremdliches“ ist?
Es ist die Tatsache, dass du eine hingebungsfähige, liebende, mütterliche Seele BIST!

Nein?
Ganz was Fremdes?

Ja, für viele.
Aber du bist es eben doch!

Ich erinnere daran:
„Und Gott schuf den Menschen zu seinem Ebenbild, als Mann und Frau schuf er sie.“

Das heißt: Gott – was immer das ist – ist männlich und weiblich und er „schuf“ Wesen, die ihm in seiner Wesensart wie ein Bild spiegeln.

Männlich / Weiblich, Mädchenhaft / Knabenhaft, Mütterlich / Väterlich.

Erobernd / behütend, fordernd / tröstend, ungeduldig / geduldig, urteilend / erbarmend, usw., usw…

Keine Seele hat alle Eigenschaften!
Deine Seele IST weiblich / mütterlich, sie IST nährend.

Um nährend zu sein, braucht sie aber Nahrung.
Sie braucht – wenn du so willst – „The Big Mama“!
Sonst gehört sie nirgendwo hin und nirgends dazu.
Und sie braucht Solche und Solches, das sie nähren kann.

Natürlich ist das nicht der einzige Aspekt von Gott, der du bist.

Aber es ist der, über den wir heute reden müssen.

Natürlich hast du auch männliche Anteile.
Natürlich auch kämpfende, ja sogar „raubende, als wärest du ein Krieger“.
Aber das Hellste und Kräftigste ist eben der „Big Mama“ – Fundus in dir.

Big Mama: Nicht die liebe, jungfräuliche Marianne, die vor allem eins gut kann: gut leiden!

So ist Big Mama nicht!
Die lässt sich nicht verwirren und nickt alles ab, was sie überfordert.
Die weiß, zwischen nützlich und schädlich durchaus zu unterscheiden.
Die spendet auch nicht jedem und alles, was „Hier“ schreit, ihre Kraft.

Das macht sie nicht!

Big Mamas sind toll!
Die bringen alles Mögliche weiter auf ihrem Weg.

Wer eine „Big Mama Seele“ bei sich hat, der hat es gut.
Der kann sich sicher und geborgen fühlen.
Der muss sich nicht verdrehen und verrenken, damit Mama ihm eine Suppe kocht.

Aber Big Mamas sind auch zum Fürchten, weil man denen nichts vormachen kann.
Sie handeln aus ihrer Mitte und sehen in die Mitte der Seele.
Sie sind die „Gärtnerinnen Gottes“!
Sie pflegen, wässern, düngen.
Aber sie schneiden auch und sie vernichten, was erstickend auf den Garten wirkt.
Sie sind ungemein ausdauernd und sanft, wenn das erforderlich ist.
Aber sie sind auch resolut, klar und zupackend.

DAS bist DU!
Und damit bist du in deine Elternsituation geboren, aber eben auch mit dem Fehlurteil, nicht RICHTIG zu sein.

So wurde aus der Welt, die dich als fremd identifiziert, eine Selbstentfremdung!

Du stehst auf den Bühnen der anderen: Alle tun das.

Auf deiner Bühne hast du auch Schauspieler stehen, die deinen Text zu liefern haben, so wie du ihren.
Das ist auch völlig in Ordnung, solange Text und Schauspieler stimmig sind.

Aber wenn Big Mama die Orientierungslose, Intellektuelle zu spielen kriegt, die vernunftorientiert zu handeln hat oder gar das liebe Mariannelein, das erträgt und erträgt, was immer danach schreit, ihr Last aufzubürden, dann stimmt da was nicht!

Marianne, du hast deine Kraft, dein Sosein abspalten MÜSSEN als Kind aus Angst.

Jetzt ist es aber wirklich an der Zeit, es zurückzuholen.

Du hast deine Kindheit hinter dir!
Da gibt es nichts mehr zu verstecken, zu verheimlichen…

Weder dein Sosein noch deine Bedürfnisse danach, selbst ernährt zu werden mit Liebe, Fürsorge, Wahrhaftigkeit, Geduld und Nachsicht.

Es geht nicht mehr darum, dein Sosein zu verteidigen!
Und was immer du tust:
Das, was deine Eltern dir schuldig geblieben sind, bleiben sie dir schuldig.

Selbst wenn du an ihrem Platz auf deiner Bühne andere Schauspieler stellst:
Da gibt es einfach gar nichts mehr im Nachhinein zu beweisen.

Deine Insel der Sehnsucht?
Big Mama Liebe!

Beides: sie zu leben und sie zu nehmen.
So ist das.

Wer auch immer auf DEINER Bühne steht, er ist Teil des Stückes:
BIG MAMA in der Welt!

Uta: Oh, das war jetzt heftig, Francois, so kenne ich dich nicht vom letzten Mal.

Francois: Hm…
Ein Baby kriegt Brei, eine Erwachsene braucht mehr als so was.
Sie braucht Biss-Festes.

Uta: Hm, hm, danke!

Dann darf ich dir jetzt die Fragen von Marianne schicken?

Francois: Wenn du magst, aber im Grunde: In der Tiefe habe ich die beantwortet.

Uta: Ja…

Der Ordnung halber?

Francois: Lieber Himmel! (Lacht.)
Na, meinetwegen …

Uta: Mariannes erste Frage ist: Meine mich quälenden Fragen zum Thema Liebe, meinen derzeitigen Begleiter eingeschlossen.

Marianne, das muss ich nicht für dich beantworten, du weißt es.
Es kommt darauf an, ob auf deiner Bühne WIRKLICH eine Rolle mit der Aufgabe „Liebster“ steht oder „Papa“.

Steht da „Papa“, musst du den Text des „kleinen Mädchens“ spielen.
Verstehst du?

Die Sache ist die: Auf deiner BÜHNE ist der erste Akt vorbei!
Der war, wie er war.
Und er ist abgeschlossen.

Und wie ist das denn mit deinem Engagement in den Theaterstücken der Partner?
Welche Rolle sollst du ausfüllen?
Für wen den Text sprechen: Für dich oder für wen anderes?

Liebe, oh ja, die ist auch da.
Aber welche?
Wer liebt da wen wie?

Zu Beginn klar „Liebste“ und „Liebster“.
Aber wenn die Hormone beruhigt sind, wenn der Zauber verfliegt, was wird gerade gespielt?

Uta: Sie schreibt: „ – meinen Lebensplan.“

Francois: Ha ja, als stünde der fest…
Nein, nicht dein Lebensplan, der abzuhaken ist…
Das Ziel im Auge:
Das Ziel ist BIG MAMA!

Das musst du nicht in diesem Leben schaffen.
Aber darüber ein neues Urteil fällen, ob dieser Wesenskern überhaupt sein darf und ob der zum Sein, zum Leben dazu gehörig ist oder nicht.

Ob er segensreich und förderlich ist oder beängstigend.

Uta: Nächste Frage: Wie ich nun weiter mache mit meinen unklaren Zukunftsplänen voller Fragezeichen und meinen hin- und herspringenden, ambivalenten Gefühlen und Ideen.

Francois: Ich hoffe, Schritt für Schritt dir selbst erlaubend, dich zu erproben, das Ziel vor Augen.

Also ich kenne keine Gärtnerin, die GENAU weiß, wann sie was in ihrem Garten zu tun haben wird.
Es gibt ein Ziel: Ernte.
Aber was bis dahin im Einzelnen zu tun ist, liegt in einer wunderbaren Eigenschaft, die sie entwickeln muss: Reaktionsfähigkeit!

Sie reagiert auf das, was sich zeigt im JETZT!
Sind Läuse an den Rosen? Gestern waren die nicht da.
Jetzt!!! schon.
Also muss sie reagieren…

Nur Mut, das ist völlig in Ordnung, abwartend zu sein.
Das ist gar kein Desorientiert sein, gegen das du anzukämpfen hättest.
Die Klarheit, wie zu entscheiden ist, die ist einfach noch nicht da.

Auch wenn es schwerfällt:
Daran kannst du nichts ändern, die Dinge haben ihre Zeit, bis sie sich zeigen.

Meister der Zeit ist kein einziger Mensch!
Auch nicht die, die so tun, als wäre das so.

Mach dir deine Angst bewusst, ALLES RICHTIG entscheiden zu müssen.
Die stammt aus deiner Kindheit, in der du das Gefühl hattest, alles allein verantworten zu sollen.

Lass es los!
Du bekommst deine Antworten zur rechten Zeit und die rechte Erkenntnis für den nächsten Schritt.

Uta: nächster Teil: – meine Gesundheit (Migräne/ Krebsgeschichte)…

Francois: Marianne, du BIST dein Körper!
Jede Zelle bist du in deiner Ganzheit.
Körper, Geist und Seele ist eins.

Gleichzeitig ist deine Verkörperung auch Speicher der Vergangenheit, des Jetzt und der Zukunft.

Für wen trägst du den Kopfschmerz?
Für dich nicht, sondern für deine Mutter!
Du trägst Teil ihres verletzten Verstandes, trägst ihren Schmerz.

Aber auch deine Verletzungen, die dadurch entstanden sind, dass nicht wahr sein darf, was dir Wahrheit war.

Und gleichzeitig trägst du, dass es wieder so ist:
Denk nicht, was du denkst, denk, was erlaubt ist.

Je tiefer du diese Erkenntnis zulässt, umso besser für die Genesung.
Und letztlich: Was nimmst du dir damit?
Auszeiten!

Du kannst sicher andere Auszeiten nehmen, die dich nicht selbst dafür bestrafen, weil du dir sagst: Ich brauche jetzt eine Denkpause, Entscheidungspause, Beobachtungspause.

Der Krebs, hm, auch er ist dreierlei Ursprungs.
Er ist das große ZU VIEL SPENDEN deiner Vorfahrinnen.
Das ewige „Marianne, die Leidende“ sein sollen.
Er ist auch das „sich Opfern sollen“, um ein wenig geliebt zu werden.
Und er ist das sich „den Nahrung fordernden“ zu verweigern.

Wenn die Nahrungsquelle versiegt, was dann?
Dann hat sie Ruhe?
Es gibt keine Quelle ohne Regen oder Gletscherschmelze.

Marianne?
Suche den Teil, der dir Quelle sein kann.
Suche nicht bei Menschen!
Sie sind, wenn alles gut läuft, der Becher, aus dem du trinken kannst.
Aber nie stark genug als Quelle, Gletscher oder Regen…

Suche DEINEN Gott!
Nicht abschließend als festes Konzept.
Sondern versuche, ihn jeden Tag neu zu finden.
DANN wirst DU genährt.

Uta: meinen Söhnen …

Francois: Liebe sie einfach, liebe sie EINFACH.
Wie du sie liebst, kannst du dich lieben.
Tu es und tue nicht mehr: Misch dich nicht ein.
Fördere durch Liebe ihren Weg, den sie zu gehen haben.
Aber urteile nicht über den Wert, den ihr Weg hat.

Uta: Damit sind wir am Ende, hab Dank.

Francois: Es war mir eine Ehre.
Ich möchte mich ausdrücklich bei Marianne bedanken.