„Die Auferstehung von den Toten“? Ist HEUTE!

„Die Auferstehung von den Toten“?

Ist HEUTE!

Ist jeden Tag neu da!

Jeden Tag werdet ihr, sobald ihr erwacht, neu geboren… wenn ihr es nur wollt.

Gestern ist tot, Heute ist Leben, Morgen Fantasie!

Marion, ich möchte, dass du lebst und dein Leben annimmst!

Dass du es genießt und dich genießt, dass du lernst und wächst.

Dass jeder Morgen eine fröhliche „Auferstehung von den Toten“ ist!

Warum ich mir das wünsche?

Weil ich dich liebe!

Warum ich dich liebe?

Weil du meine Schwester der Seele bist.

Warum du das bist?

Weil Gott uns so will.

Warum er das so will?

Weil er uns liebt!

Warum er uns liebt?

Weil wir seine Kinder sind.

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Marion zu verbinden.

Marion wurde bittet um diesen Kontakt.

Ich bin in einem Holz – Pavillon: Weinreben und ein Rosenstock haben sich anscheinend über Jahrzehnte durch das Holzgitter gewunden.

Ich kann nur durch den Torbogen sehen: ein Kräutergarten, sorgfältig mit Buchsbaum eingefasste Beete, hangaufwärts eine hohe Steinmauer.

Vom dahinterliegenden Gebäude ist nur das Dach zu sehen, und unmittelbar dahinter ein mehreckiger Kirchturm…

Mitten im Pavillon steht ein großer, alter Tisch, auf dem viele kleine Töpfchen mit zarten Jungpflanzen stehen…
Der Tisch ist bedeckt mit Erde…

Es ist so still hier: Ich höre nur Vögel und weit entfernt eine Hupe oder ein Horn? Schwer zuzuordnen…

Dann endlich das Geräusch näher kommender Schritte.
Eine Nonne – klein, mittleren Alters – kommt herein, reibt sich die Hände unbedarft an ihrer Kleidung ab, ehe sie meine ergreift…

Die hellen, blauen Augen stehen im seltsamen Kontrast zur stark gebräunten Haut. Als sie vor mir steht, merke ich erst, WIE klein sie ist…

Guidin: 1,54 m! Gerade genug für Gottes Willen mit mir (sie lächelt und es ist ein wirklich mitreißendes Lächeln).

Uta: Bist du der Guide von Marion?

Guidin: Ja… das heißt, hier in diesem Leben nicht.

Anna, sie kann mich Anna nennen.

Och, Anna!

Ich weiß, da wäre dir etwas anderes eingefallen als ausgerechnet eine Nonne!

Aber ich musste diese Inkarnation wählen, sonst könnte ich dieses Leben hier nicht schildern und es ist so wichtig.

So! Gut! Alsoooooooooooo…

Es war einmal…

Hm? So fangen Märchen an…

Aber was ich dir zu erzählen habe, ist kein Märchen.
Märchen gehen gut aus…

Also dann: Vor langer Zeit…
So fangen die Sagen an, auch solche, die nicht gut ausgehen…

Aber über dich wurde nie eine Sage geschrieben, da saß die Scham zu tief…

Niemand erzählt Sagen, über die sich zwei Drittel der Bevölkerung schämen müssten…

Na? Willst du es immer noch wissen, woher du kommst, wohin du gehst?

OH JA!

Marion wills wissen, immer und ALLES! (Lächelt.)

Marion, Liebes, darüber bin ich froh!

Dieser Hunger nach Wissen, oh, wie froh ich bin, dass du ihn dir erhalten hast!

Das ist… darf eine Nonne das sagen?

Mein As im Ärmel… hm, hm.

Also gut. Es war einmal.

Es war einmal eine finstere Zeit.
Jahrzehntelang tobte ein furchtbarer Krieg durch die Länder.

Und wenn gerade einmal keine Heere über Felder und Äcker zogen, keine Söldner Städte und Dörfer plünderten, dann war Hunger.

Und wenn kein Hunger war, dann kamen die Krankheiten…

In dieser Zeit gab es einen Bauern im böhmischen Wald, der lebte mehr schlecht als recht von seiner Hände Arbeit.
Aber er hatte eine Frau, die er sehr liebte und eine Tochter, die beide sehr, sehr liebten.

Er war jung und gesund und er baute aus Liebe heraus seinen geliehenen Hof immer weiter aus, sodass er den Neid von manch anderen heraufbeschwor…

Seine Ernten waren stets besser als die seiner Nachbarn, sein Vieh gesund und kräftig: Nie ging ihm ein Tier ein oder wurde auch nur krank.

Und da seine Abgaben an seine Herrschaft sich am Maß der Ackerfläche richteten und nicht am Maß der Ernte, wurde er wohlhabender als irgendein anderer Bauer in seiner Gegend.

Bald fing man an, sich zu wundern, insgeheim sogar darauf zu warten, dass auch ihn endlich ein Unglück traf wie alle anderen auch.

Doch nichts dergleichen geschah und man begann, zu munkeln.
Wie kann das gehen? Mit rechten Dingen wohl nicht…

Noch war das nur ein Verdacht.

Der junge Bauer wusste wohl um diese Gerüchte. Doch klug, wie er und seine Frau waren, gingen sie immer brav zu jeder Messe. Sie hielten sich stets daran, zu beten, wo immer sie gerade waren, wenn die Glocke läutete.

Sie gaben den Armen ab von ihrem Wohlstand und spendeten sogar die eine oder andere kostbare Wachskerze der Kirche.

Derart demonstrativ gottgefällig waren sie sich sicher, die gefährlichen Gerüchte über sie außer Kraft zu setzen.

Doch eines Tages kam der Krieg auch in das kleine Tal im Böhmischen Wald. Fremde fielen über Höfe und Dörfer her, plünderten Keller und Scheunen, entführten das Vieh, wenn sie es nicht gleich vor Ort schlachteten.

Sie schändeten die Frauen und erschlugen die Männer, die sich wehrten.

Wo sie fertig waren mit ihrer grausamen Arbeit, zündeten sie die Dächer der Häuser an.

Kein Haus, kein Hof blieb verschont, keine Familie, die nicht wenigstens einen Toten zu beklagen hatte. Die Fremden hinterliessen nach nur zwei Tagen eine verwüstete Gegend mit Menschen, die vor Verzweiflung nicht mehr Herr ihrer Sinne waren.

Nur ein Hof blieb verschont…

Du ahnst es schon: der Hof unseres Bauern…

Dem Karl, dem raubte keiner etwas, der Elisabeth, seiner Frau, der geschah kein Leid und sein kleines Mädchen, die Marie, die spielte in der Sonne, als sei nichts geschen.

Da war es beschlossene Sache für alle, die überlebt hatten: Der Karl, der war mit dem Teufel im Bunde.

Es gab keinen Pfarrer mehr, der den Mob hinderte, den hatten die wilden Horden im Kirchturm aufgeknüpft.

Und es gab keine Herrschaft mehr, die waren längst geflohen. Niemand, der den Karl schützen konnte.

Sie kamen im Morgengrauen, banden Karl und Elisabeth an die beiden Tannen, die direkt vor dem Haus wuchsen, legten Reiser drumherum und zündeten beide an.

Und Marie?

Die rührte keiner an. Sie war noch keine sechs Jahre alt, als es geschah. Nein, die rührte keiner an.

Aber es kümmerte sich auch niemand. Es kümmerte nicht, dass sie den Verstand verlor, als sie ihre Eltern brennen sah.

Es kümmerte niemanden.

Es kümmerte sie nicht, als sie Marie durch die die zerstörten Ställe streifen sahen auf der Suche nach Essen, nach Trinken…

Marie war stumm, sie sagte nichts mehr, sie weinte nicht mehr.
Wie ein kleiner, brauner Schatten schlich sie herum und eines Tages war sie fort.

Es kümmerte niemanden.

Marie war bei ihren Streifzügen weiter und weiter aus dem Tal heraus geraten, sie folgte, ohne zu wissen, was sie tat, den Streifzügen des Brandheeres.

In den Trümmern der Höfe und Häuser fand sie Essbares, fand sie Wasser, wohl auch einen Platz zum Schlafen.

Die Menschen dort waren mit sich selbst beschäftigt: Ein verwirrtes, kleines, dreckiges und offensichtlich irres Kind, wen sollte das schon interessieren?

Irgendwann Wochen später hat Marie das Heer eingeholt. Verwirrt strich Sie zwischen Zelten und Wagen umher…

Sprach einer sie an, lief sie weiter.
Bis sie endlich eine dicke Frau zu sich auf ihren Wagen hob, ihr den Dreck aus dem Gesicht rieb und feststellte, wie schön sie war.

Diese Frau nahm Marie auf. Sie wusch das Kind, kleidete es in saubere Kleider, schmückte das Haar mit bunten Bändern, gab ihm zu trinken und zu essen, was dem Kind gut und köstlich war.

Marie hatte ein „Zuhause“. Aber sie schwieg weiter.

Wer sie war, woher sie kam, das blieb unbekannt…

Die Frau nannte sie Mosi, Mosi wurde sehr schnell ihr bestes Geschäft!                                        

In jenen Jahren führte jedes Heer einen Tross hinter sich, der die Männer mit allem versorgte, was sie wollten: auch Frauen, auch Mädchen…

So kleine Mädchen waren nur brauchbar, wenn sie nicht redeten, denn selbst das wildeste Heer hatte Regeln, Gesetze.

Eines davon war, dass Kinder nicht sexuell missbraucht werden durften.

Und Mosi schwieg!

Noch 10 Jahre dauerte der Krieg nach diesen Ereignissen. Dann über Nacht war er für Mosi vorbei: Das Heer löste sich auf.

Die dicke Frau ging mit einem Mann einfach davon, genauso wie alle anderen. Am Rand des letzten Schlachtfeldes blieb sie allein zurück.

Nur drei Tage später führte mich ein Weg, den ich aus Glaubensgründen mit meinen Schwestern zu gehen hatte, dort vorbei.

Wir waren auf Wallfahrt, um dem Herrn für den Frieden zu danken. Ein Weg von mehreren Tagen lag vor uns. Am Abend rasteten wir an einem kleinen Weiher, unser Bett waren Farne, unser Dach der Sternenhimmel.

Aber wir spürten keinen Mangel, sondern nur Freude in uns, war doch endlich die Zeit des Friedens gekommen.

Ich war eingeschlafen, aber ich erwachte, weil etwas an meinen Schuhen zog. Ich dachte, ein wildes Tier mache sich an mir zu schaffen, griff mit einer Hand zu meinem Wanderstab und schlug dahin, wo ich das Tier vermutete…

Doch ein menschlicher Aufschrei antwortete. Erschreckt zog ich einen brennenden Ast aus dem noch glimmenden Lagerfeuer. Ich sah zu meinem Entsetzen, dass ich einem jungen Mädchen so heftig auf den Kopf geschlagen hatte, dass sie bewusstlos dort lag.

Nie hatte ich je einer Seele etwas zuleide getan und nun dies!

Wie sehr ich mein übereiltes Tun bereute!

Alle Schwestern und die Mutter Äbtissin kamen dazu und wir taten alles, um das Mädchen zurück ins Bewusstsein zu bringen, was aber nicht gelang.

Schließlich ging unsere Äbtissin mit mir bei Anbruch des Tages zum nächsten Dorf. Wir schilderten unsere Sorge um das Mädchen und erbaten ein Gefährt, das die Verletzte und eine Schwester zu Betreuung heim in unser Kloster führen möge.

Und so geschah es.
Ich fuhr Marie „Heim“.
Dass es einmal ihr Heim werden würde, das wussten wir beide nicht.
Aber so war es.

Ich pflegte Marie nach allen Heilkünsten, die ich kannte, sie wurde auch tatsächlich wieder gesund. Nur schien sie die Sprache verloren zu haben, was ich mir als größte Sünde meines Lebens anlastete.

Und sie schien mich und allen anderen nie zu vertrauen. Immer überprüfte sie uns, beobachtete sie, was wir taten, blieb kritisch und distanziert…

Monatelang überwachte sie – stumm hinter mir gehend – jeden Schritt, den ich tat ohne Lächeln, ohne Augenkontakt…

Meine seltsame Schwester, wie ich sie nannte, meine verletzte Schwester, wie ich wusste. Was ich nicht wusste, war, dass nicht mein Schlag der Grund war…

Man sollte meinen, eine solche Beziehung, in der einer das Opfer, der andere der Täter ist, müsse für beide schrecklich sein.

Aber das war nicht so: Monat um Monat kamen wir uns doch nah. Ganz allmählich hörte sie auf, mich zu kontrollieren.

Und als fast ein Jahr vergangen war, begann sie, zu lächeln, wenn ich ihr aus den Kräuterbüchern vorlas oder wenn ich mit den Schwestern einen Choral sang, der ihr gefiel.

Ich hatte so sehr gefürchtet, dass ich ihr die Seele aus dem Leib geschlagen hatte, denn ich sah ja keine Regung ihrer Seele auf irgendetwas.

Doch als ich sie zum ersten Mal bei einem besonders schönen Lied, das wir einstudierten, ansah, da perlten zwei Tränen aus ihren wundersamen, blauen Augen…

Und ich wusste: doch! Sie hat ihre Seele noch, aber die ist tief, tief vergraben.

Viele Jahre blieben wir zusammen, wir wurden ein unzertrennliches Paar.

Sie konnte nicht meine Schwester im eigentlichen Sinne unseres Ordens werden, denn sie galt wegen ihrer Eigenartigkeit als geistig arm…

Und dennoch verband mich mit keinem Menschen eine so tiefe und reine Liebe.

Die Zeit wurde ruhig und gut, die Folgen des Krieges waren irgendwann überwunden. Die Menschen, die überlebt hatten, versuchten, eine neue und bessere Welt aufzubauen, auch wir im Kloster.

Ich hatte meiner seltsamen „Schwester“ den Namen Marie gegeben, nicht wissend, dass es ihr rechter Name war.

In den Jahrzehnten kamen und gingen Schwestern, nur Marie blieb an meiner Seite, auch als ich Äbtissin wurde.

Eines Tages wurde ich nach Prag berufen. Wir packten einen Wagen und selbstverständlich sollte Marie uns begleiten.

Es war ein schrecklich verregneter Sommer, die Straßen aufgeweicht und nur mit Mühe befahrbar. Als wir schon tief im böhmischen Wald waren, regnete es so stark, dass ein Erdrutsch den alten Handelsweg verschüttet hatte.

Einheimische halfen mir für Gottes Lohn und lenkten uns auf einen Umweg durch ein abseits gelegenes Tal.

Kaum dass Marie die ersten Berge dort sah, befiel sie eine seltsame Unruhe. Schlimmer und schlimmer wurde ihr Zustand, sie begann, zu wimmern und sich die Haare zu reißen, selbst die Augenbrauen, und ich dachte schon an einen finsteren Zauber.

Doch ich stellte fest, dass hohes Fieber sie ergriffen hatte.

In jener Zeit nahmen die Wirte nicht gerne Fiebernde auf, zu groß war die Angst in ihnen, es könnte sich um eine neue Pest handeln.

So ging es uns auch. Doch der Wirt in einem der Dörfer hatte wenigstens so viel Mitgefühl, dass er uns zu einem öd gefallenen Hof brachte.

Es gab viele solcher Höfe, die in den Dörfern hatten nach dem Krieg schnell neue Besitzer gefunden, aber die Abseitsliegenden nicht.

Er führte uns über einen Waldpfad, der mehr schlecht als recht von unserem Wagen zu befahren war, schließlich zu einem solchen Ort.

Vor einem Haus aus Feldstein und Holz – das halb verfallen war und aus dessen Tür heraus Gras wuchs – standen zwei verkohlte Bäume, die wie Finger in den Himmel ragten.

Als Marie die sah, weiteten sich ihre Augen in Panik und sie begann, zu schreien, wie ich nie im Leben je einen Menschen gehört habe.

Wir brachten sie ins Innere des Hauses, zündeten ein Feuer im Kamin an, was Gott sei Dank funktionierte, und wickelten Marie in warme, nasse Tücher…

Ich flößte ihr, so gut es ging, beruhigende Arznei ein und tatsächlich schlief sie ein. Ich auch…

Ich wurde davon wach, dass eine Frauenstimme, die ich nicht kannte, redete und redete. Es war Marie!

Marie erzählte ihre Geschichte.

Aber in ihrer Weise. Wie es ist – im kindlichen Verständnis – so erzählte sie.

Sie hatte die Dorfbewohner verärgert, weil sie einen Apfel stibitzt hatte.

Vom Dorfschenk, als der so traurig war wegen seines zerstörten Hauses, hatte sie von seinen leuchtenden Augustäpfeln gepflückt und die heimlich gegessen.

Dann in der Nacht ist er gekommen und hat zur Strafe Vater und Mutter verbrannt…

Lange erzählte sie von ihrer Qual der Schuld.
Davon, wie sie versucht habe, sich zu strafen, sich verletzt hatte, geschlagen, gestoßen, gekniffen, gekratzt…

Aber nie hätte der kleine Schmerz ausgereicht, sie recht zu strafen.
Bis die Männer gekommen seien: Der Schmerz war besser, der Schmerz hatte gestraft…

Und wie es dann vorbei gewesen sei und sie geglaubt habe, dass sie nun genug gestraft worden sei.

Wie sie glücklich gewesen sei mit uns und dem Kloster, vor allem aber, weil sie geglaubt habe, ihr sei vergeben worden von Gott und von ihren Eltern…

Doch nun, da wir hierher in ihr Elternhaus gelangt seien, da wisse sie es.

Nichts sei ihr vergeben worden, sie müsse erst selbst sterben, müsse selbst verbrennen, ehe alle Schuld getilgt sei…

Marie starb am hohen Fieber einen Tag nach ihrem „Geständnis“.

Marion, du weißt es schon: Die Marie, das warst du.

Ach, Marion, meine geliebte Seele, wie furchtbar das Leben war…

Ja, furchtbar…

Aber: ES IST VORBEI!

Marion, es ist wirklich, wirklich vorbei!

So lange schon…
So viele Leben hast du seither gelebt und niemals durfte eines je wieder so schrecklich sein.

Und doch und doch: Es blieb der Seele die völlig verdrehte, angebliche „Wahrheit“, büßen zu müssen: welch eine teuflische Lüge!

Heute darf ich dir dies alles sagen!

Ich darf es aufdecken und dir helfen, zu verstehen, dass es die rechte Zeit ist, sich von einer falschen Einstellung zu verabschieden: Von der Idee, dass Buße gottgefällig ist.

Marion? Ich spreche jetzt mit deinem klaren Verstand und mit den psychologischen Kenntnissen, die dieser Verstand hat.

Buße? Was soll die bewirken?

Wenn du die Existenz Gottes im Zusammenspiel aller Elemente siehst, die die Schöpfung ausmachen, dann siehst du, dass Gott immer logisch ist.

Jede Ursache hat eine Wirkung!

Warum?

Um Ursachen werten zu können, um zu lernen, zu unterscheiden, was lebensfördernd und lebenszerstörend ist.

Ursache / Wirkung: Ein gutes Prinzip, solange es einen Lerneffekt gibt, eine Verbesserungsmöglichkeit.

Aber wie passt da eine Buße hinein?

Gar nicht!

Wird ein Schmerz, ein Unrecht, ein Leid, eine Dummheit in ihrer Wirkung aufgehoben, wenn gebüßt wird, in dem der Ver – Ursacher in gleicher Weise zu leiden hat?
Aber nein!

Nein, nein!

Das funktioniert nicht.

Reue! Ja, freilich, Reue, die die Einsicht in den Zusammenhang beinhaltet, dass ein bestimmtes Vorgehen Folgen hat, die schädlich sind und darum gemieden werden müssen.
Das ist GUT!

Ich habe sehr bereut, dich geschlagen zu haben, die Folgen meiner Handlung haben mich zutiefst erschreckt.

Aber ich habe NIE auch nur einen einzigen Tag lang das Gefühl gehabt, diesen Fehler büßen zu müssen, indem ich dich mit mir leben ließ.

Sondern ich lernte, dich zu lieben, und erfreute mich daran, dass du mit mir warst.

Was aber wäre geschehen, hätte ich mich täglich selbst strafend geschlagen? Irgendwann wärst du und dein Dasein mir zum Gräuel geworden.

Vergebung: Das ist ein so wichtiger Vorgang!

Nicht nur dem, der uns etwas angetan hat, sondern auch uns selbst.

Zur rechten Vergebung gehört die Einsicht in die Fehler, die gemacht wurden.

Diese Einsicht ist Reue…

Und dann muss einfach die Vergebung kommen.

Bei jeder Seele muss das so sein!

Deine Seele tut sich so schwer damit, sich zu vergeben. Doch es wird Zeit!

Dir ist dein Verstand und dein Verständnis psychischer Zusammenhänge gegeben, damit du in diesem Leben DIR vergibst, dass du KLEIN bist und dass du – je kleiner du warst – um so kindlicher gehandelt hast…

Gut? Gut!

ES IST VORBEI!

Aller Schmerz, alles Leid, alle Not liegen in der Vergangenheit und die geht dich nichts mehr an!

„Die Auferstehung von den Toten“?

Ist HEUTE!

Ist jeden Tag neu da!

Jeden Tag werdet ihr, sobald ihr erwacht, neu geboren… wenn ihr es nur wollt.

Gestern ist tot, Heute ist Leben, Morgen Fantasie!

Marion, ich möchte, dass du lebst und dein Leben annimmst!

Dass du es genießt und dich genießt, dass du lernst und wächst.

Dass jeder Morgen eine fröhliche „Auferstehung von den Toten“ ist!

Warum ich mir das wünsche?

Weil ich dich liebe!

Warum ich dich liebe?

Weil du meine Schwester der Seele bist.

Warum du das bist?

Weil Gott uns so will.

Warum er das so will?

Weil er uns liebt!

Warum er uns liebt?

Weil wir seine Kinder sind.

Uta: Ich danke dir, Anna, und hoffe sehr, dass es Marion hilft.

Darf ich dir jetzt Marions Fragen stellen?

Anna: sehr gern.

Uta: Marion bedankt sich bei dir, weil du sie so treu begleitet hast, und möchte wissen, ob du sie von Anbeginn begleitet hast?

Anna: Nein, ich bin erst zu dir gekommen, als du eine Frau warst.

Uta: Sie möchte wissen, ob ihr irgendwann zusammen inkarniert wart und dann wo und wann.

Anna: Marion, wir sind insgesamt 23 Mal miteinander inkarniert.

Ich hätte so gerne schönere Leben in dein Bewusstsein zurückgebracht, aber es ist wichtig, dass es dieses ist, ich hoffe, du verstehst das.

Es ist eines, in dem du in jeder Weise arm warst.

Aber der größte Schmerz war die Armut, verstehen zu können.

Vielleicht erklärt es dir, warum du so dringend die Dinge des Lebens verstehen willst.

Alle weiteren Leben waren von tiefem Wissenshunger und der Suche nach Einheit mit Gott geprägt.

Aber eben auch leider immer noch überschattet davon, sich als Sünderin zu fühlen.

Uta: Marion möchte sich gerne bei ihrer Schwiegermutter bedanken für den Rosenduft und die Hilfe.

Anna: Das wird sie sehr freuen.
Es gibt NICHTS zu bereuen, soll ich dir sagen.

Nicht für die, die bereit ist, zu lernen.

Uta: Marion möchte wissen, was die Missbräuche zu bedeuten hatten, die sie so früh erlitten hat? Sie meint, es sei Abtragung gewesen…

Anna: Liebe Schwester meiner Seele: Was hättest du abtragen sollen?

Nein, mein Liebstes.
DAS ist es nicht.

Du warst ein UNSCHULDIGES Opfer.
Glaubt ihr immer noch in eurer Welt, dass es das nicht gibt?

UNSCHULDIGE Opfer?
Dann seid ihr ja ganz blind!

Dann leiden die Opfer ganz umsonst, denn woher soll dann die Reue der Täter kommen?

Und wenn diese Reue nicht kommt, woher soll dann die Erkenntnis kommen, dass sie völlig Falsches getan haben?

Ach, ihr Opfer: Seht ihr nicht, dass es eure Pflicht ist, zu klagen, dass ihr UNSCHULDIG zu leiden hattet?

Abtragen von Schuld durch eigenes Leid: Das GIBT es nicht in der Schöpfung!

Schuld wird GEWANDELT durch Korrektur des Verhaltens!

Nichts anderes ist möglich!

Uta: Marion fragt, warum sie sich Schaden zufügt oder anderen erlaubt, das zu tun?

Anna: Das weißt du jetzt, nicht wahr?

Lass es los, dieses unsinnige büßen wollen!

Ja, es stimmt: Sobald du dich liebst, machst du die Schuld der Täter größer!

Liebst du sie so sehr, dass du IHRE Schuld verringern willst? Nein!

Na also, dann hör auf damit, dem zu glauben, was sie dir injiziert haben.

„Du bist ja selbst schuld“.

Hm, hm, oh, das ist etwas, was Tätern ALLES erlaubt, zu tun!

Das Opfer aber ist der letzte Mensch, der dem zustimmen darf!

Uta: In ihrem Seelenbild erscheinen ein Reh, ein Bär und ein Wolf.
Darf sie dazu etwas erfahren?

Anna fröhlich: Oh ja, das sind alles deine Krafttiere, Marion, und sie passen sehr wohl zueinander!

Du kannst sie einen in deiner Seele.
Du musst nicht zerrissen sein, wenn du jedem seinen Platz gibst und seine Zeit…

Du darfst ein Reh sein dort, wo Rehe geschützt sind.

Du darfst ein Bär sein, durchsetzungsstark und souverän.

Und du darfst der Wolf sein, der alles für sein Rudel tut…

Doch das Reh in dir darf dem Wolf nicht den Mut nehmen!

Und der Wolf mit seiner Rudelsolidarität darf dem Bären nicht die Souveränität rauben.

Dann hat alles seine gute Ordnung.

Uta: Anna, hab vielen Dank für alles, was du mir gesagt hast.

Ich hoffe sehr, dass es Marion auf den rechten Weg bringt.

Anna: Den Weg zu sich als GUTE Seele, die sie ist?
Ja, das hoffe ich auch, dass sie das wagt, zu sehen.
Sie IST gut!