Ein Mensch, der um seine Würde weiß, ist in jeder Situation würdevoll.

Ein Mensch, der um seine Würde weiß, ist in jeder Situation würdevoll.

Daran kann nichts, gar nichts etwas ändern.

Das gilt selbst für jene bedauernswerten Menschen,
die großen Demütigungen ausgesetzt sind.

Wer seine Würde hat, dem ist sie nicht zu rauben, durch gar nichts.

Denn wer seine Würde hat, hat Gott in sich verstanden.

Elia

Elia: Guten Abend, meine Freunde.

Hajo & Tanja: Guten Abend, Elia.

Elia: Die Tanja ist da. Es freut sich der Himmel, ich sage es.
Ja, wir freuen uns.

Tanja, lass dich nicht beschweren.
Lass dich nicht drücken von den Pflichten, die du jetzt hast.

Wo die Pflicht ist, ist auch die Hilfe, glaub mir.
Du darfst auch für dich bitten.
Ja, du trägst nicht alles allein, auch wenn es dir so vorkommt. Ja?

Tanja: Ja.

Elia: Das sage ich dir auch im Namen deines Guides.
Aber wir haben Regeln.

Und es gibt eine Regel der Nichteinmischung.
Wenn wir nicht gebeten werden, müssen wir uns nicht einmischen.
Verstehst du?

Tanja: Ja.

Elia: Und nun zu deinen Fragen, bitte.

Tanja: Welchen Sinn hatte der Traum von meinem Opa?

Elia: Oh, ihr wart schon nah dran eben.
Lass ihn reden über den Krieg und über die Zeit davor und über die Zeit danach.
Er ist ein guter Mann, ja.

Aber Krieg macht etwas mit den Menschen und ihren Seelen.

Und das ist auch ihm so gegangen.
Da wird er nicht drüber sprechen wollen und sollte es doch tun.

Es ist ähnlich wie mit uns, nicht wahr?!
Wenn wir nicht gefragt würden, dann dürften wir euch gar nichts sagen.
Aber ihr fragt, also reden wir.

Weißt du, warum das so ist?
Wenn Seelen nicht bereit sind, die Wahrheit zu erfahren, dann fragen sie nicht.
Dann machen sie eher so Nebenbaustellen auf.
Sie fragen alles Mögliche, nur nicht das, wozu sie nicht bereit sind, hinzuschauen.

Du hast die Kraft bereit zu sein, hinzuschauen.

Und das ist sehr segensvoll.

Er brennt ja darauf, es dir zu sagen. Ja?

Tanja: Ja.

Elia: Gut. Deine nächste Frage, bitte.

Tanja: Kann ich sonst noch etwas für die Menschen in mir tun?

Elia: Ja. Du kannst aufhören, daran zu glauben, dass Frauen die Opfer von Männern sind. Das wäre eine Revolution in deiner Sippe!

Das Problem ist: Wenn Frauen das glauben in einer Sippe, dann bricht das Unglück so leicht nicht ab.
Nicht nur ihres, sondern auch das der Männer, die die Frauen unglücklich machen müssen.

Verstehst du, wie da beides zusammenhängt?
Es ist einfach, zu sagen: Die Frauen sind immer die Opfer der Männer.
Aber was ist eigentlich mit den Tätern? Wer fragt nach denen?
Es ist ziemlich schlimm, der zu sein, der Unglück verursacht.
Es ist eine große Last auf den Schultern einer Seele.

Wenn eine von euch anfängt zu sagen: „Nein, so einseitig ist es nicht, wie man es mir zeigte und sagte oder auch nicht.
Weil ich es selbst erlebte, ist es eine in Felsen gemeißelte Gesetzmäßigkeit.

Es geht auch anders.
Es ist kein himmlisches Gesetz, nein, nein. Daran glaube ich nicht mehr!“
Das wäre gut. Da würdest du sehr helfen.
Allein, dass du ein verändertes Bewusstsein über dieses Thema hast, würde schon helfen. Ja?

Tanja: Ja.

Elia: Gut. Deine nächste Frage, bitte.

Tanja: Wie kann ich zu meiner Würde finden und sichtbarer werden, auch für mein Handeln.

Elia: Dazu müsstest du die tiefste Ursache deiner mangelnden Bewusstheit für deine Würde herausfinden.
Das wäre vielleicht eine sehr gute Idee, hier in die Aufstellung zu gehen, die dir vorgeschlagen wurde. Ja?

Tanja: Ja.

Elia: Ich freue mich über diese Frage.

Und auch dein Guide freut sich darüber.

Du hast große Fortschritte gemacht.
Und vielleicht könnte dein Ego in die Versuchung geraten, zu sagen: „Ich hab’s doch geschafft. Ich setz mich zur Wehr. Ich sage meine Meinung. Ich setze mich durch.“

Aber in dir spürst du: So ganz stimmt das noch nicht.

Warum muss das streithaft sein?

Ist Würde nicht etwas, das permanent da ist?! Doch.

Ein Mensch, der um seine Würde weiß, ist in jeder Situation würdevoll.

Daran kann nichts, gar nichts etwas ändern.

Das gilt selbst für jene bedauernswerten Menschen, die großen Demütigungen ausgesetzt sind.

Wer seine Würde hat, dem ist sie nicht zu rauben, durch gar nichts.

Denn wer seine Würde hat, hat Gott in sich verstanden. Ja?

Tanja: Ja.

Elia: Das Bewusstsein mangelnder Würde hat etwas mit dem Verlust der Verbindung zu Gott zu tun.

Wer diese Verbindung hat, sie lebt, sie glaubt – nein, sie weiß – der ist nicht zu entwürdigen.

Ich liebe es nicht sonderlich, dass die Christen ausgerechnet seine Hinrichtung zu seinem Zeichen gemacht haben.

Aber in einer gewissen Weise könnte man dies betrachten und sagen: „Das ist gut so“.

Denn er zeigt wie kein anderer, dass selbst die schmählichste Art der Hinrichtung, selbst die größte Not und Verzweiflung, ja selbst Zweifel nichts, aber auch gar nichts an Würde rauben kann, wenn einer sich seiner Würde sicher weiß.

Das ist wirklich wahr.

Die Würde bezieht sich nicht aufs Urteil anderer.

Damit hat sie gar nichts zu tun.

Würde ist nicht Ehre.

Ehre braucht immer die Gesellschaft, die zustimmt, die Beifall klatscht.

Aber Würde, die hat auch einer, der ganz ohne jeden Kontakt mit irgendjemand anderem ist.

Es fällt euch so viel leichter, die Würde der Tiere zu sehen.

Erstaunlich, nicht wahr?

Aber die Tiere zweifeln nie daran, richtig zu sein.

Das tut nur der Mensch, weil man ihn gezwungen hat, an sich zu zweifeln.

Und weil man ihn gezwungen hat, daran zu glauben, dass er ganz allein ist und alles selbst machen muss.

Und weil er alles selbst machen muss, hat er nur zwei Möglichkeiten:

Er macht es richtig, dann ist er würdevoll.

Er macht es falsch, dann ist er würdelos.

Das ist nicht wahr!

Nichts ist in der Welt, gar nichts, ist isoliert.

Alles, und wirklich alles und jeder ist aus Gott.

Die Frage ist: Bleibt er in Gott und will er wieder zu Gott hin?

Das entscheidet er.

Das geht sehr tief, Tanja. Das ist keine Kleinigkeit.

Aber es ist der schönste, heiterste und leichteste Weg, den ein Mensch durch sein Leben gehen kann: Den Weg zu seiner Würde hin.

Ja?

Tanja: Ja.

Elia: Ja. Du bist schon auf dem Weg.

Und dass das heiter sein könnte, das kannst du dir gar nicht vorstellen.

Gottes Weg gehen ist leicht, weil du nichts anderes zu tun hast als das, was dir selbstverständlich ist.

Aber das eben scheint so oft schwierig zu sein.

So gibt es die Würde der Tanja nicht ohne die Würdigung der Tatsache, dass sie Gottes Kind ist, dass sie ihn in die Welt trägt: In ihrer Weise so, wie sie es kann und sonst keiner.

Jeder Mensch ist eine einmalige Symbiose aus seiner Seele und Gottes Geist.

Und darum ist jeder Mensch – jeder – würdevoll.

Eine Wahrheit, die den großen Jesus zum Tod durchs Kreuz gezwungen hat.

Menschen, die diese Wahrheit kennen, die müssen viele Widerstände erleben.

Denn davor besteht große Angst bei jenen, welche die Würde für sich allein beanspruchen wollen.

Würde, das soll ein Verdienst sein.

Etwas, was man für Opfer bekommt oder für immense Klugheit oder für großartige Leistung.

Dann ist man würdig.

Würde, ohne dass Bedingungen gestellt werden?

Wie paradox.

Das stimmt nicht.

Die Würde, von der ich spreche, stellt keine Bedingungen.

Du bist da, also bist du würdig, da zu sein. So ist das.

Du bist Du, also ist dein Sosein schon längst gewürdigt und zwar vom einzigen wirklichen Richter der Welt.

Richter nicht im Sinn von bestrafen, sondern im Sinn von Urteil.

Menschen glauben, sie könnten urteilen, das stimmt nur sehr begrenzt.

Sie können immer nur äußeres beurteilen, aber nie die Dinge innen.

Es gibt nur einen gerechten Richter.

Das ist der, der das Innen kennt.

Das seid ihr Menschen nicht.

Das sind nicht einmal wir Guides.

Wir urteilen nicht.

Und schon gar nicht zweifeln wir die Würde irgendeiner Seele an. Ja?

Und du zweifelst deine an? Ja.

Weil man dich glauben ließ, das sei Bescheidenheit.

Das ist es aber nicht. Bescheidenheit wirft sich nicht selbst weg. Verstehst du?

Tanja: Ja.

Elia: Bescheidenheit bedeutet, sich zu kennen: Das, was man kann, und auch das, was man nicht kann.

Das, wo man helfen kann, und auch das, wo man Hilfe braucht.

Das ist Bescheidenheit. Ja?

Tanja: Ja.

Elia: Würde und diese Art von Bescheidenheit gehören zusammen.

Die gehen Hand in Hand.

Aber wie weit hat man die Menschen weggetrieben von diesen einfachen Wahrheiten! Wie weit muss es kommen, bis ihr begreift: Jedes Leben hat Würde, sonst gäbe es dieses Leben nicht.

Deine nächste Frage, bitte.

Tanja: Ich wollte etwas zu David fragen. Was ist David´s Sehnsucht?

Elia: Du bist bekümmert über ihn, nicht wahr?

Tanja: Ja.

Elia: Es ist schwierig für mich, dir diese Anfrage so zu beantworten.

Ich darf dir doch nicht die Geheimnisse eines anderen sagen.

Doch ich darf dir sagen, was hinter solch einem Schicksal stehen kann. Ja?

Tanja: Ja.

Elia: Gut.

Wenn eine Seele sich in Schwäche inkarniert, in Ohnmacht, in Leid, dann, weil sie das für eine Lösung hält.

Manchmal ist die Ursache, dass sie nach Strafe sucht, weil sie Dinge getan hat, von der sie glaubt, dass sie sich niemals je wieder zugehörig fühlen darf.

Dann hat sie die Sehnsucht danach, ganz niedrig zu werden, ganz ohnmächtig, weil sie Angst vor sich selbst hat.

Was ist die Antwort für solch eine Seele, die in so einer tiefen Fehlwahrheit feststeckt? Sie muss Liebe erfahren.

Eine Liebe ohne Anspruch.

Eine Liebe, die einfach „Ja“ sagt zu dem, was ist.

„Ja. Du bist es, den ich liebe.

Ja, du bist es mir wert, dass ich mit dir Mitgefühl habe und dass ich Zärtlichkeit in meinem Herzen zu dir hin empfinde.

Bedingungslos sage ich ja. Du bist würdevoll, liebenswert.“

Hast du das verstanden?

Tanja: Ja.

Elia: Hast du noch weitere Fragen dazu?

Tanja: Hm. Kann ich da irgendwas tun?

Elia: Ja, aber ja. Du kannst „Ja“ sagen.

Du kannst ihn spüren lassen: „Liebe gibt es auch für dich. Ganz ohne Bedingung“.

Und Energie geben ist Liebe geben.

Nichts anderes, was ihr gebt, ist Liebe.

Ihr versagt, wenn ihr keine Liebe geben wollt. Dann fließt gar nichts.

Heilenergie ist Liebe.

Gott ist Liebe.

Gott ist: „Ich liebe dich!“

Und das kommt in jeder Seele an.

Ganz gleich, ob sich das Körperliche verändern lässt, oder nicht.

Ja?

Tanja: Ja.

Elia: Liebe nehmen, das ist für manche unvorstellbar groß.

Etwas, woran sie gar nicht mehr glauben.

Viele dieser Seelen inkarnieren und gehen noch, ehe sie geboren werden.

Weil das, was sie haben wollten, das haben sie bekommen.

Die Liebe ihrer Mutter ist immens wichtig.

Für die Eltern und für dich und für jeden, der mit ihm zu tun hat, ist es eine Lehraufgabe in Sachen Liebe.

Ihr lernt euch kennen.

Ihr lernt, ob das geht: Ob ihr Liebe empfindet für diesen Menschen, der so schwach ist, so hilflos, so klein und in seiner Schwäche und Kleinheit doch groß.

Wie viel Mut, wie viel Mut muss diese Seele aufgebracht haben, sich zu inkarnieren. Nicht wahr?

Tanja: Ja.

Elia: Alles, was er braucht, ist: Liebe erleben in all ihren vielen, vielen Ausdrucksweisen. Ja?

Tanja: Ja.

Elia: Gut. Hast du noch eine Frage?

Tanja: Nein.

Elia: Dann denke ich, beenden wir diesen wunderschönen Abend.

Wenn du jetzt – ich hätte fast gesagt – nach Hause fährst, dann schau dir diesen goldenen Abend an, der wunderschön ist.

Was für Farben!

Was für Lichter!

Diese Welt voller Farben, voller Leuchten, voller Glanz, die geht niemals unter.

Die wird immer da sein für euch, auch im Jenseits, überall.

Und ihr selbst seid auch solch leuchtende Farben. Weißt du das?

Auch du leuchtest.

Wenn ich dich sehe in meinem Sein ohne Augen, dann bist du ein leuchtender Stern:
klar und hell, ein Blau, ein zartes Violett, fast schon ein tiefes Magenta.

All das schillert in dir und das bist du in meinen Augen.

So schön. So wahr.

Jetzt geh, kleiner Stern, und lebe weiter.

Und freue dich daran, was für wundervolle Abenteuer noch auf dich warten.

Guten Abend.

Hajo & Tanja: Guten Abend, Elia.