Was du nicht gesehen hast, ist die Tatsache der Dreiteilung der Verantwortung.

 

Was du nicht gesehen hast,
ist die Tatsache der Dreiteilung der Verantwortung.

Meine Verantwortung

Deine Verantwortung

Gottes Verantwortung

Alle Seelen,
die wie deine eine fürsorgende Liebe in sich tragen,
sind der Versuchung ausgesetzt,

sich zu übernehmen,
was die Grenzen ihrer Fürsorglichkeit angeht.

Es ist fast so,
als würde sie sich da völlig überzogen wahrnehmen.

Als würde die Seele sich selbst als viel
größer, belastbarer,
einflussreicher und kräftiger sehen,
als es überhaupt menschenmäßig ist.

So bescheiden sie in ihrem Leben
mit den eigenen Ansprüchen umgehen,

so unbescheiden gehen sie mit den Grenzen
des für sie erträglichen um.

Betsys Inkarnation war auch nur die Folge
einer anderen Inkarnation,

in der sie so, wie ich es beschreibe,
mit sich geurteilt hat.

Sie musste sich aus dieser Inkarnation herausnehmen,
denn die Selbstbeschuldigungen
wären nicht mehr wegzukriegen gewesen.

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Anja  zu verbinden.
Anja bittet um den Kontakt.

Ich stehe in einer Gegend, die – soweit das Auge reicht – voller Weizen- und Maisfelder ist.

Vor mir ist eine große Scheune, die ich in der Art,
wie sie aufgebaut ist,
so nur in den Filmen aus den USA kenne.

Etwas weiter davon entfernt liegt ein Wohnhaus, einstöckig mit einer Veranda.

Dahinter liegen anscheinend Weiden.
Denn dort sehe ich ein braunes Pferd mit heller Mähne und ein weiß-braun geflecktes Pferd ausgelassen herumtoben.

Ein altmodisches Auto steht vor dem Haus.
Das ist eher eine Art Laster, denn es hat eine Ladefläche,
die Marke kenne ich leider nicht.

Die Motorhaube ist offen und ein Mann in Jeans beugt sich in den Motorraum hinein.
Seinen Oberkörper kann ich nicht sehen.
Er scheint meine Ankunft zu spüren und kommt unter der Motorhaube hervor.

Er ist ein recht junger Mann:
nicht sehr groß, hellbraunes Haar und sonnengebräunte Haut.

Er winkt mir fröhlich zu.
Er wischt sich umständlich die Hände in einem Lappen ab, dann eilt er in weitausladenden Schritten zu mir.

Jetzt steht er vor mir und ich denke: Wie hübsch er ist …

Guide. Findest du? Das ist mir noch nicht aufgefallen.
(Seine tiefblauen Augen strahlen Humor aus und Freundlichkeit und Güte in einer fröhlichen Art.)

Uta. Bist du der Guide von Anja?

Guide. Ja, sicher!

Er reicht mir die Hand zu einem warmen Händedruck.

Sam! Eigentlich Samuel John Faulkner, aber Sam ist okay.

Uta. Klar.

Sam. Also: Anja, erst einmal ganz, ganz herzlichen Dank, dass ich heute mit dir reden darf!
Für dich!
Nur für dich! etwas tun, das ist nicht gerade deine Spezialität, was?
(Lächelt.)

Ich weiß.
Und ich weiß auch, warum das so ist, fass das nicht als Kritik auf.

Aber jetzt, ja!
Jetzt darf ich da sein?

Also erst einmal stelle ich das hier vor: Mein und dein Leben!
Vor deinem heutigen Leben.

Wir sind in Iowa, mittendrin.
Nichts als Farmen und hier und da kleine Städte.

Was du hier siehst, ist unsere Farm.
Die beiden Pferde dort hinten, die sind mein Hochzeitsgeschenk an die hübscheste,
liebste Braut von ganz Iowa gewesen: meine Betsy, eigentlich Elisabeth Keller.

Aber nach der Hochzeit meine liebe Frau Betsy Falkner meine Frau: Du!
Und zwar hier in diesen Moment, in den ich Uta eingeladen habe.

Was du hier siehst, ist das friedlichste, schönste Sein, das man sich vorstellen kann.

Wir waren auf dem besten Weg, unsere kleine Farm Wirklichkeit werden zu lassen.
So kitschig und langweilig, wie das später mal als Fernsehserie zu sehen war.

Es konnte einfach nicht anders werden.
Wir beiden liebten einander seit unserer Schulzeit.
All unsere Träume von dem, was ein glückliches Leben ist,
waren absolut identisch.

Du und ich, wir wollten die Farm, die ich von meinen Eltern geerbt habe,
nach dem Tod meines Vaters größer und schöner werden lassen.

In unserer gemeinsamen Jugend haben wir zwei darauf hingearbeitet.

Du bist in den „Dienst“ einer befreundeten Familie gegangen
und hast das alles gelernt, was eine Landfrau wissen muss.

Denn dein Vater war Lehrer in der Stadt und deine Ma war eine gebildete Frau.
Aber die konnte dir nicht zeigen, wie man zum Beispiel Brot backt oder Maiskolben schält.

Das wenige Geld, das du verdient hast, hast du gespart für „unsere Farm“.
Ich habs genauso gemacht: Jeder Cent floss in unser Projekt.
Und dann am 14.3.1932 haben wir geheiratet an deinem 22. Geburtstag.

Ja, so war das und alles, alles war einfach gut, gut, gut.

Wir haben Babys bekommen: zuerst Claire, dann Jonathan, dann Cecila, dann Alice.
Alice war an diesem Tag heute gerade 4 Tage alt.

Heute ist der 24.8.1942.
Es war Krieg in der Welt.
Wir dachten: Das ist schlimm, aber es geht uns nichts an.

Dann im September musste John – mein jüngerer Bruder, der uns mit auf der Farm half – Soldat werden.
Wir bekamen Angst um ihn, aber wir dachten im Grunde, es geht uns nichts an.
Unser Projekt -unsere Farm – würde weiter laufen.

Klar, John fehlte.
Und auch klar: Du hast seinen Platz ausgefüllt, so gut du es konntest.

Meine Ma betreute die Kinder, während du mit mir die Farm betrieben hast.

Alles hast du gelernt: Sogar, wie man Maschinen repariert, nichts war dir zu schwer.
Und wenn du mal nicht gemerkt hast, dass ich dich beobachtet habe,
dann habe ich mich selbst dabei erwischt und dir zugesehen und mich gewundert,
wie du das machst.

Dass du selbst, wenn du müde und dreckig von der Arbeit warst,
immer noch die schönste Frau der Welt bist.
Und ich habe so viel Liebe zu dir gefühlt, dass es mir wehtat …

Es war alles gut, gut, gut,
obwohl die Welt da draußen schlimm war.

Aber dann kam etwas, womit wir nicht gerechnet haben.

Ich war mir sicher, nicht in den Krieg zu müssen.
Das hätte ich auch nicht geglaubt, weil der Betrieb dann nicht mehr gelaufen wäre.
Doch es war auch etwas in mir, dass damit nicht einverstanden war.
Immer, wenn Briefe von John kamen, schämte ich mich.

Er hatte so Schlimmes erlebt.
Und ich saß da gemütlich in unserer Küche und unsere Kinder tobten lustig herum.
Unsere Ma strickte Strümpfe.
Und die schönste Frau der Welt – meine Frau – stellte mir eine Tasse Kaffee hin.

Das war nicht fair!
Wie sollte ich ihm je wieder in die Augen sehen können?

Eines Tages kamen unser Pfarrer und der Bürgermeister und sie wollten mit mir reden.
Du warst wütend, als sie kamen!
So wütend, dass du dir die Kinder geschnappt hast und mit ihnen in die Stadt gefahren bist.

Denn du wusstest:
Die würden mich überreden wollen, an die Front zu gehen.
Später hast du dich immer gefragt,
ob alles anders ausgegangen wäre,
wenn du dageblieben wärst.

Der Pfarrer und der Bürgermeister hatten kein leichtes Spiel mit mir.
Denn obwohl ich Jonny gegenüber ein schlechtes Gewissen hatte,
weil es mir so gut ging und ihm so schlecht:
Euch zu verlassen, hätte mir auch ein schlechtes Gewissen gemacht.

Aber irgendwann sagte der Pfarrer, es gäbe da einen erfahrenen Mann.
Der hätte schon 2 Farmen gehabt.
Er sei zwar schon zu alt, um so zuzupacken wie ich.
Aber dafür hätte er Robert, seinen Sohn.
Robert sei etwas verdreht im Kopf – genau genommen so dumm wie Bohnenstroh –
aber stark.

Er wollte Vater und Sohn fragen, ob sie die Farm solange führen wollten, bis ich wieder aus dem Krieg zurückkäme.
So lange könnte das ja nicht dauern.

Als du wieder nach Hause gekommen bist, waren die Beiden schon weg.

Und du hast nichts gefragt und ich habe nichts gesagt.
Warum dich aufregen?
Falls die beiden Männer hier nicht helfen wollten, wäre die ganze Aufregung umsonst.

Aber die haben zugesagt und ich habe zugesagt.

Drei Wochen später zog ich in den Krieg.
In diesen drei Wochen hast du kein Wort mehr mit mir gesprochen.
Für dich war ich ein Verräter!
Ich habe unseren Traum verraten:
unseren Traum vom Glück.

Einerseits verstand ich dich, andererseits war ich wütend auf dich.
Schließlich hatte ich doch alles gut geregelt.
Und sicher würde das ganze Theater nicht länger als ein halbes Jahr dauern.

Zur nächsten Ernte wäre ich bestimmt wieder da.
Dass ich sterben könnte, kam mir nicht in den Sinn.
So ging ich ohne Abschied von dir.

Die beiden Männer – Ben und sein Sohn Rob – hatte ich gut eingewiesen.
„So brave Kerle“ dachte ich!
Weil ich es denken wollte!

Aber so war es nicht, ganz und gar nicht.
Die Erste, die unter meiner Entscheidung zu leiden hatte, war meine Ma.
Zwei ihrer Jungs im Krieg war einfach zu viel für sie.
Sie bekam einen Schlaganfall und war ein absoluter Pflegefall,
den du nun neben all der anderen Lasten zu tragen hattest.

Die Nächste, die zu leiden hatte, war unsere älteste Tochter.
Sie war immer ein fröhliches Mädchen.
Manchmal ein bisschen frech.
Aber schließlich war sie ja auch die Älteste und half schon viel mit.

Sie veränderte sich, sie wurde immer schweigsamer und trauriger.
Wenn du sie fragtest, was los wäre, sagte sie: Es ist alles okay.

Du dachtest: Vielleicht war es das Heimweh nach mir.
Vielleicht wäre sie auch verstört, weil die Großmutter so schlimm krank war.

Aber dann eines Tages hast du beobachtet,
wie sie kalkweiß im Gesicht aus der Scheune kam und ins Haus ging.
Du bist in die Scheune gegangen.
Da waren der Alte und sein Sohn Robert damit beschäftigt, Stroh zu lagern.

Robert lächelte dich wie immer freundlich an und sagte:
Mein Pa macht dein kleines Mädchen glücklich.
Wenn es weint, dann tut es nur so – das ist ein Spiel.

Du bist ins Haus gerannt.
Da fandest du unsere Tochter, wie sie ihren Unterleib wusch und wusch und wusch …

Der alte Mann hatte getan, was kein Mann einem kleinen Mädchen tun darf.
Du wolltest nicht, dass das zum „Gespräch“ auf den Farmen und in der Stadt wird.
Aber du hast sie weggejagt und ihnen gedroht, dass du es der Polizei meldest,
wenn sie es je wagen sollten, wieder zu kommen.

Aber was du gar nicht gut gemacht hast, war:
Dass du dir Vorwürfe gemacht hast!
Du hast dich verantwortlich gemacht,
weil du überzeugt warst,
zu wenig aufgepasst zu haben auf dein Kind.

Um es jetzt kürzer zu machen:
Klar: Die Farm unter diesen Umständen allein führen zu wollen, war nicht zu schaffen.
Jeder sagte dir das.
Aber wieder fremde Männer auf den Hof zu lassen, kam für dich nicht mehr in Frage.
Also hast du geschuftet für Drei!
Mutter, Krankenpflegerin, Farmer.

Als meine Mutter 6 Wochen später tot vor ihrem Bett lag,
als du von der Farmarbeit nach Hause gekommen bist, hast du dir auch Vorwürfe gemacht.
Da hast du dir auch vorgeworfen:
Wegen mir!
Weil ich nicht bei ihr war!

Als 1 Jahr später unsere Alice an einer Lungenentzündung starb, hast du wieder gedacht:
Wegen mir, weil ich zu wenig Zeit für sie hatte!

Unsere Farm wurde 2 Jahre später versteigert.
Und weil du einfach nicht genug erwirtschaften konntest.

Du hattest kein Geld mehr,
um unsere Schulden bei der Bank zu bezahlen,

die wir aufgenommen hatten, um uns einen neuen Traktor zu kaufen.
Und du hast wieder gesagt: Wegen mir!

Zwei Wochen, nachdem du mir die Nachricht darüber geschrieben hattest, bin ich gefallen.
Und du hast die Nachricht darüber, dass ich tot bin, vom Bürgermeister erhalten.
Da hast du wieder gesagt: Wegen mir!

Du hast die Nachricht nicht verkraftet.
Das war zu viel: Zu viel der Selbstbeschuldigung!

Wenn die Seele merkt, dass das Leben der Persönlichkeit,
die sie im Irdischen ist, in eine Richtung geht,
die ihr nicht mehr hilft,
sich weiter zu entfalten,
dann nimmt sie die erstbeste Gelegenheit,

um aus dieser Inkarnation herauszukommen.

Der Seele macht es keinen Sinn mehr,
weiter zu bleiben!

Deine Seele kämpfte nicht gegen den Brustkrebs, der sich entwickelt, an.
Obwohl die OP ungewöhnlich gut verlief!
Obwohl der Tumor sehr früh erkannt wurde und alle,
deine Eltern, bei denen du inzwischen lebtest und dein Arzt, glücklich waren über den Verlauf

Und obwohl deine Kinder ganz sicher waren, dass ihre Ma wieder gesund würde, bist du gestorben.

Als deine Kinder und Eltern weinend um dein Totenlager standen
und deine Seele dies aus dem Jenseits heraus betrachtete, sagte sie sich:
Das ist wegen mir!
Ich habe ALLES! IMMER falsch gemacht!

Anja, das ist ein wirkliches Problem!
Das darf so auf gar keinen Fall bleiben, dass deine Seele weiterhin sich generell schuldig fühlt!
Dein Leben als Anja ist da, damit du lernst,
dass dich aus der viel zu bereitwilligen Selbstbeschuldigung herauslöst!

Was du als meine geliebte Betsy nicht gesehen hast,
ist die Tatsache der Dreiteilung der Verantwortung:

Meine Verantwortung

Deine Verantwortung

Gottes Verantwortung

Alle Seelen, die wie deine eine fürsorgende Liebe in sich tragen,
sind der Versuchung ausgesetzt,
sich zu übernehmen,
was die Grenzen ihrer Fürsorglichkeit angeht.

Es ist fast so, als würde sie sich da völlig überzogen wahrnehmen.

Als würde die Seele sich selbst als viel größer, belastbarer,
einflussreicher und kräftiger sehen,
als es überhaupt menschenmäßig ist.

So bescheiden sie in ihrem Leben mit den eigenen Ansprüchen umgehen,
so unbescheiden gehen sie mit den Grenzen des für sie erträglichen um.

Betsys Inkarnation war auch nur die Folge einer anderen Inkarnation,
in der sie so, wie ich es beschreibe, mit sich geurteilt hat.

Sie musste sich aus dieser Inkarnation herausnehmen,
denn die Selbstbeschuldigungen wären nicht mehr wegzukriegen gewesen.

Und heute? Hm?
Meine geliebte Anja?
Wie ist das heute?

Ja, du bist wieder in eine Inkarnation gegangen, in der von Anfang an Menschen,
die du liebst, „wegen dir“ zu leiden hatten.

Und ja: Du hast wieder erlebt, dass Menschen, die dich gar nicht liebten,
sehr missbräuchlich mit dir umgegangen sind.
Dass sie dich! beschuldigten, allein für ihr Fehlverhalten verantwortlich zu sein.

Warum? Weil du nie im Jenseits durch nichts und niemanden,
auch nicht von mir davon abzubringen warst.

Da du einfach nicht weißt, was wirklich gut ist
und du deswegen eben IMMER schuld bist am Leid oder/und an der Schwäche der Anderen.

Bitte, bitte, meine Anja: Das muss aufhören!

Es ist das Wichtigste in diesem deinen Leben,
dass du Verantwortung realistisch siehst!

In allem, was geschieht, liegt natürlich eine Aufgabe für dich:
Das ist dein Teil.
Da hast du genau das zu „liefern“,
was dir im Rahmen deiner realen Möglichkeiten auch möglich ist.

Zu diesen Möglichkeiten zählen nicht nur äußere Faktoren, sondern auch innere.
Deine körperliche und physische Belastbarkeit hat DEIN Maß.
Und dieses Maß kann überschritten werden.
Und wieder – auf begrenzte Zeit – wird das aber zum Dauerzustand.
Dann ist das destruktiv!

Dein Maß erkennst du daran:
Ob dein Körper, dein Verstand, deine Gefühle nachhaltig erschöpft werden oder nicht.

Du nimmst viele Beschränkungen auf dich, liebe Anja.
Aber niemand darf zu lange zu starke Beschränkungen von dir fordern.

Auch du selbst nicht!
Fürsorglich sein bestimmt dein ganzes Denken und Fühlen.
Was für ein Schatz!
Wie groß ist es, der Welt diese Gabe zu schenken!

Aber!
Zur Fürsorglichkeit gehört auch die Fähigkeit, zu sich selbst„fürsorglich“ zu stehen.

Menschen, die Fürsorge von anderen nicht mehr in vertrauensvoller Weise annehmen können, selbst aber geben und geben, sind in einer unnatürlichen Schieflage.

Jemand, der sich weigert,
sich über seine Kraft hinaus einzubringen,

ist nicht lieblos oder egoistisch, sondern wirklich fürsorglich.

Denn er hat erkannt, dass es seine Pflicht ist,
den anderen seine Grenze zu zeigen,

um die Kraft – das „Licht“ – in sich zu behalten.

Das ist auch Verantwortung, die bei dir liegt.
Und das ist nicht verhandelbar.
Wer deine Grenzen nicht achtet, obwohl er das kann,

muss die Position dessen,
der von dir fordern kann, verlassen!

Das ist deine Aufgabe.
Aber es ist seine Verantwortung.
Ursache und Wirkung hängen IMMER und überall zusammen.

Ich weiß, wie sehr dich deine jetzige Situation erschöpft.
Es gibt Menschen, die können nicht anders, als zu viel von dir zu nehmen.
Aber es gibt auch Solche, denen ist es unwichtig,
ob es gut für sie ist oder schlecht, wenn sie dich überfordern.

Dann ist alles, was sie fordern durch ihr
Tun, Sagen oder Unterlassen, deren Verantwortung!

Auch ein Traum vom Glück kann so eine Überforderung sein,
wenn der Preis der Umsetzung nur durch die Opferung
deiner körperlichen, geistigen und emotionalen Bedürfnisse entsteht.

Dann ist der Traum in Wirklichkeit ein Albtraum!

Ich möchte, dass du lernst, dass es gut und richtig ist,
das Prinzip in deinem Leben wahr werden zu lassen:

Meine Verantwortung

Deine Verantwortung

Gottes Verantwortung

Das ist nicht so einfach, ich weiß.
Aber du hast Zeit.

Nur im Herzen musst du aufnehmen, was ich dir jetzt gezeigt habe.
Danke, dass du mit erlaubst, es sagen zu dürfen.

Uta. Darf ich jetzt Anjas Fragen stellen?

Sam. Gern.

Uta. Anja fragt: Ich möchte gern wissen, wer mich in diesem Leben begleitet,
was meine Aufgabe ist und wer ich überhaupt bin?

Sam. Na, mich kennst du jetzt.

Deine Aufgabe? Ich möchte es lieber anders sagen. 
Deine Chance in diesem Leben ist,
das Prinzip der dreifachen Verantwortung zu realisieren:
meine, deine, Gottes Verantwortung.

Und wer du bist?
Die Anja.
Dies ist das Ergebnis vergangener Inkarnationen.
Die Prägung durch die familiären Umstände deiner Geburt …

Und die ewigen Anteile Gottes in dir.
Letzteres ist der mütterliche Teil Gottes.
Eine Mutterseele also, die sich zu entfalten hat.
Und das ohne Rücksicht darauf,
was deine Gesellschaft für mütterlich hält.

Dazu kann dir Uta sicher noch mehr sagen.
Ich muss mich hier langsam begrenzen!

Uta. Nächste Frage: Was kann ich tun, um die Probleme,
die mein Mann und ich in unserer Ehe haben
und die mich sehr belasten, zu lösen.

Sam. Anja, Liebstes, kann einer allein das Problem lösen, das zwei haben?
Nein!
Du kannst nur das tun, was du getan hast und bitten,
dass deine Grenzen des Zumutbaren beachtet werden.

Aber ehe das „Wirkung“ haben kann, musst du dir selbst der tiefen Bedeutung
dieser deiner Grenzen bewusst werden, um dann auch für sie einzustehen.

Uta. Dritte Frage: Ich interessiere mich sehr für meine Ahnen.
Gibt es da jemanden, der mir etwas mitteilen möchte
oder gibt es Lasten, die ich trage?

Sam. Deine Urgroßmutter mütterlicherseits ist dir sehr nah.
Und ja, sie möchte dir sagen, was die Last ist: „ Selbst-Aufopferung“.

Uta. 4. Frage: Meine Tochter Lena hat so viel Angst, kann ich ihr helfen?

Sam. Gegen Angst hilft Wissen.
Sie braucht „Wissen“!
Es nützt also nichts, sie einfach nur zu trösten.
Sondern sie braucht Wissen darüber, was sie ängstigt:
nämlich hilflos ausgeliefert zu sein.
Und dann das „Wissen“,
dass man die Angst nicht verliert,
wenn man sich ihr hingibt.

Sondern wenn man ihr das Wissen über die eigene Kraft hinzufügt.

Uta. 5. Frage: Welche besonderen Verbindungen habe ich zu meiner Mutter.

Sam. Auch hier gibt es eine Ur-Erfahrung.
Dass du dich „schuldig“, „verantwortlich“ gefühlt hast für ihr Ungemach.
Aber sie war erwachsen und du noch nicht einmal geboren,
sondern noch in ihr, als das losging …

Meine, deine, Gottes Verantwortung war von Beginn
deiner Inkarnation an ein Thema.

Uta. Anja dankt dir aus tiefsten Herzen, dass du an ihrer Seite bist.

Sam. Das braucht keinen Dank, es ist einfach Liebe.
Und die hat sie auch verdient.
Ich wüsste keinen, dem ich sonst Guide sein wollte.

Liebe, liebste Anja,
es gab in deinem Leben sehr dunkle Stunden und Trauma-Erlebnisse.
Und es tut mir so leid, dass ich nichts tun konnte, sie dir zu ersparen.

Aber jetzt lass uns daran arbeiten, aus den alten Enttäuschungen
heraus zu wachsen.
Enttäuschungen scheinen für ewig festgemeißelt zu sein in deiner Seele.
Und am schlimmsten sind jene, in denen du dich enttäuschst.
Aber, Anja, wenn du genau hinsiehst, dann siehst du es.
Jede Enttäuschung ist eine Chance.
Die Chance, die Wahrheit zu sehen und dann sich selbst zu stärken.

Was gestern funktioniert hat, mag morgen überholt sein.
So ist das einfach!
Ist das enttäuschend?
Vielleicht.

Aber es ist auch der Beginn
neuer Wege, neuer Ziele, neuer Verhaltensweisen.

Denke immer daran:
Der Lebensweg ist FÜR DICH da, nicht du für ihn!

Ich habe dich sehr, sehr lieb.

Als Engel im Jenseits darf ich das und tue es gerne.

Dein ehemals „Sam“, heute Schutzengel