Wir reden hier über die Herausforderung der Hemmung im Leben.

Wir reden hier über die Herausforderung
der Hemmung im Leben.

Hemmnisse sind da,
weil das Leben in der Materie Hemmnisse beinhaltet.

Hemmungen kommen und gehen.

Das heißt allerdings nicht, dass ihr untätig herum sitzen dürft.
Ihr mögt äußerlich nichts ändern können,
das Hemmnis durch keine Maßnahme beseitigen können.

Ja, so etwas gibt es im Leben.

Alles – Mensch, Tier, Pflanze, alles was belebt ist –
kann mit größten Hemmungen konfrontiert werden.

Aber selbst wenn nichts zu „machen“ ist,
ist innerlich die Chance da,
sich SELBST aus Hemmungen zu bringen,
die viel, viel schlimmer sind als die Äußerlichen.

Schlimmer, weil sie unentdeckt wirken!

Ehe diese Zeit war, dachte ich, ich bin Heilerin,
um Menschen zu helfen.

Als die Hemmnis kam, entdeckte ich: Ich war Heilerin,
um mir selbst den Sinn meines Lebens erklären zu können.

Nie hätte ich gedacht, dass ich versuchte,
meine Bedeutung zu RECHTFERTIGEN.

Ja… die Hemmnis löste diese Fessel!

Es war mir egal von da an,
ob andere Menschen meine Bedeutung für ihr Leben sehen
oder nicht.

MIR hatte mein Leben Bedeutung, es war FÜR MICH.

Wir reden hier über die Herausforderung der Hemmung.

Hemmung ist etwas, das die Seele erlebt im materiellen Sein.
Im Jenseits gibt es keine Hemmung.
Aber in der Materie gibt es die unentwegt.

 

Ich bitte meinen Guide, mich mit Karlotta, der Guidin von Karin zu verbinden, Karin bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe wieder in dieser wunderschönen Landschaft am südlichen Rand des Amerikanischen Kontinents.

Der Himmel ist frei von Wolken, aber die Sonne wärmt kaum.
Die mir vertraute Hütte ist immer noch da, aber Karlotta sehe ich nicht.

Als ich endlich an der Haustür bin, finde ich dort einen in Kreide an die Tür gezeichneten Pfeil. Ich folge der Richtung und finde einen weiteren Pfeil auf dem Weg, aus Steinen gelegt.

Nach etlichen weiteren Wegweisern komme ich schließlich zu einem Felsen, den ich zu umgehen habe.
Dort sitzt Karlotta.
Mit dem Rücken lehnt sie am Fels, das Gesicht hat sie mit geschlossenen Augen der Sonne zugewandt.

Es ist etwas sehr Heiliges in dieser Stimmung, ich scheue mich, sie anzusprechen.

Aber sie hat mich bemerkt, unterbricht ihre Ruhe und wendet sich mir zu.

Ohne ein Wort zu sagen, klopft sie auf den Platz neben sich und so folge ich ihrer „Einladung“.
Ich setze mich und lehne auch meinen Rücken gegen den erstaunlich warmen Fels.

Das macht unruhig, wie lange soll ich hier noch sitzen?

Schließlich habe ich hier Antworten abzuliefern.
Das kann doch nicht wahr sein, dass hier nichts mehr passiert…

Je länger sie mich warten lässt, um so ungehaltener werde ich.
Gerade entschließe ich mich, aufzugeben und zu gehen und das Reading auf einen besseren Zeitpunkt zu verschieben, da hält sie mich entschlossen an der Hand fest.

Karlotta: Nein, bleib, bleib… es ist in Ordnung, wir reden jetzt.

Ich wollte nur, dass du deine Ungeduld und Unruhe spürst, die aus dem Druck kommt.

Uta: Welcher Druck?

Karlotta: Erwartungen zu erfüllen, Ansprüche zu erfüllen.

Wäre das ein Scheitern für dich gewesen?

Uta: Hm… also das noch nicht… aber ein Aufgehalten werden.

Karlotta: Wenn du ein zweites Mal gekommen wärst und ich wieder nur hier gesessen hätte, um die Wärme der Sonne zu erleben, was hättest du getan?

Uta: Ich hätte dich angesprochen und gebeten, mit mir zu reden.

Karlotta: Aha, obwohl du innerlich wusstest, meine heilige Ruhe nicht stören zu dürfen?

Dann hättest du also deine eigenen Werte aufgegeben?

Uta: Ja? Also DIESEN Wert…

Karlotta: Aber einen anderen heiligen Wert hättest du weiter geachtet? Welchen denn?

Uta: Um meinen Verpflichtungen nachzukommen.

Karlotta: Oh… aha!
DEINE! Verpflichtungen sind also heiliger als meine Ruhe, so, so…

Und dann? Wenn ich mich verweigert hätte, deine Ruhestörung erfolgreich werden zu lassen, wenn ich nicht auf dich reagiert hätte?
Was hättest du getan?

Uta: Dann hätte ich es ein anderes Mal versucht…

Karlotta: Aha, Beharrlichkeit gehört also zu deinen Werten?

Uta: Ja…

Karlotta: Und wenn auch der dritte Versuch fruchtlos geblieben wäre?
Was dann?

Uta: Ich weiß nicht.
Irgendwann hätte ich aufgeben und die Erfolglosigkeit mitteilen müssen.

Karlotta: Welche Gefühle hätte das bei dir gemacht?

Uta: Scham …

Karlotta: Ah, Scham! Ja! Warum?

Uta: Ich hätte Karin enttäuscht.

Karlotta: Ah, aha.
So sehr liebst du sie, dass du den Gedanken daran, dass sie an Enttäuschung leidet, nicht erträgst?

Uta: Ach na ja, das wäre übertrieben.
Ich kenne sie doch gar nicht wirklich, also ist da auch keine emotionale Bindung: also Liebe…

Karlotta: Ja, aber dann ist die Scham ja nicht das Ergebnis davon, dass du sie enttäuschst.
Wen dann?

Uta: Hm … mich?

Karlotta: Dich? Wie waren denn deine Gefühle vorhin, als du gewartet und gewartet hast?

Uta: Ungeduld, Ärger.

Karlotta: Das ist jetzt weg.
Aber da ist noch ein Gefühl, Uta.
Das geht gar nicht weg, obwohl ich mit dir rede…

Uta: Angst.

Karlotta: Ja, da ist Angst…
Die Angst, dass ich jetzt gleich unseren Kontakt beenden könnte und es bei diesem dürftigen Ergebnis bleibt: Dass das Ergebnis deines Einsatzes enttäuschend ist, ja.

Dass du dich enttäuschst?

Uta: Auch dass du mich enttäuschst.

Karlotta: Hm, hm…
Ich gebe dir jetzt eine Erinnerung, bitte beschreibe das Karin!

Uta: Bilder aus meiner Kindheit tauchen auf: Ich bin Legasthenikerin.
Als ich Kind war, wussten weder meine Lehrer noch meine Eltern um diese angeborene Unfähigkeit.
So führte jedes Diktat, jeder Versuch, exakt zu lesen, zu entsprechend schlechten Ergebnissen.

Ich folgte jedem wohlgemeinten Rat.
Aber es änderte nichts daran, dass – wenn ich meine Diktate vom Lehrer zurückbekam – da mehr rote Farbe zu sehen war als blaue.

Ich wurde mit meiner eigenen Unfähigkeit konfrontiert, ohne dass irgendein Ausweg sichtbar wurde.
Damit war ich sowohl unglücklich als auch traurig.

Karlotta: Ja…
Und die Angst davor, dass du einen Auftrag hast und ihn nicht erfüllen kannst, die ist das, was dich vorhin bewegt hat.
So warst du gleichzeitig hier und in deiner Vergangenheit, warst gleichzeitig 63 Jahre alt und 8 Jahre alt.

Aber deine Geschichte ging weiter, nicht wahr?
Geschah ein Wunder?

Uta: Nein, bei der Störung blieb es.

Karlotta: Und deswegen wurdest du als dumme Schülerin eingeordnet?

Uta: Nein, ich hatte andere Fächer, die mir leicht fielen.

Sie gibt mir wieder eine Erinnerung.
Eine Lehrerin gibt mir einen Aufsatz zurück, unter dem stand:
Inhalt 1, Rechtschreibung 5.

Karlotta: So war das immer, nicht wahr?

Uta: Ja. Und dann habe ich mich nicht geschämt.

Karlotta: Nein, es ist auch niemandem eingefallen, dich zu beschämen, auch nicht den Lehrern.

Du hast durch den Mangel der Form die Entwicklung des Inhaltes gefördert.
Das ist deswegen passiert, weil du nicht aufgegeben hast.

Wie reagierten deine Mitschüler auf die Bewertungen deiner Lehrer?

Uta: Oh, den meisten Mitschülern war das ganz egal, aber es gab auch sehr feindliche Reaktionen.

Karlotta: Von welchen Mitschülern?

Uta: Von denen, die eine 1 in Rechtschreibung hatten?
Ich erinnere mich nicht genau.

Karlotta: Von denen, die Rechtschreibung perfekt beherrschten,
aber im INHALT! schlechte Noten hatten.

Ja!

So, jetzt wollen wir es gut sein lassen.

Wir reden hier über die Herausforderung der Hemmung.

Hemmung ist etwas, das die Seele erlebt im materiellen Sein.
Im Jenseits gibt es keine Hemmung.
Aber in der Materie gibt es die unentwegt.

Von Klein auf!
Ein Kindchen, das zu seinem Lieblingsspielzeug will, kommt nicht zu ihm, weil es noch nicht sicher gehen kann, nur an der Hand der Mutter.
Und die ist gerade nicht bereit zur Hilfestellung, was passiert?
Irgendwann wagt es das Kindchen, ohne hilfreiche Hand der Mutter sein Ziel im wahrsten Sinne des Wortes anzugehen.

Und wie es begann, so endet es auch.
Irgendwann ist der Mensch zu alt und zu schwach, um zu tun, was er tun will…

Aber im Gegensatz zur Kindheit ist daran auch nichts mehr zu ändern.

Aus einem alten Körper wird kein junger Körper, das kann ein Mensch noch so sehr wollen.
Das Mittel Willen, Mut und Ausdauer einzusetzen, funktioniert nicht mehr!
Die Ziele sind mit den vorhandenen Möglichkeiten nicht mehr in Einklang zu bringen.
Was dann?

Für die meisten Menschen, die dies erfahren, beginnt hier nicht nur die Zeit körperlicher Schwäche, sondern die Zeit von Unmut.

Sie suchen nach den Schuldigen: Von der nicht hilfreichen Tochter bis hin vom sich angeblich verweigernden Gott wird alles und jedes beschuldigt und das eigene „Schicksal“ beklagt.

Nur wenige machen etwas anderes aus dieser Zeit der Hemmung.

Erinnerst du dich?

Uta: Wieder gibt mir Karlotta ein Bild aus meiner Vergangenheit.
Ich war Altenpflegerin und hatte die Aufgabe, eine 104-jährige Bewohnerin schön zurechtzumachen, denn sie hatte Geburtstag.

Und wie es üblich war, wenn jemand dieses biblische Alter erreicht hatte, würden den ganzen Tag über diverse Honoratioren der Stadt kommen, um ihr zu gratulieren.

Ich fragte sie, was sie denen denn wohl antworten würde, wenn die sie fragten, was das Geheimnis ihres hohen Alters wäre.

Sie lächelte und sagte: Zufriedenheit!

Ich hatte mit allem Möglichen gerechnet, aber nicht mit dieser Antwort.

Diese Frau hatte keins ihrer Kinder und Enkel überlebt, war dreimal verwitwet und hatte ihre Heimat verlassen müssen.

Und sie hat die Hälfte ihres Lebens in Armut verbracht.

Mittlerweile konnte sie keinen Schritt mehr ohne Unterstützung machen, konnte kaum noch etwas sehen und hatte täglich die Schmerzen in ihren arthritischen Glieder…

Aber sie hatte recht: Sie war immer voller Frieden, es war immer ein Lächeln für uns Pflegekräfte da oder ein freundliches Wort.

Uta: Danke, dass du mich erinnerst.

Karlotta: Sie hat das, was TROTZ allen Hemmungen da war, etwas weiter entwickelt, das noch entwicklungsfähig war: Mitgefühl und Achtsamkeit auf das, was gut ist.
Ja!

Sie hat sich geweigert, ihre Enttäuschung, ihre Trauer überhand nehmen zu lassen.
Gespürt hat sie das auch.
Aber sie hat nicht zugelassen, dass ihre Tage davon beherrscht wurden, ja…

Sie war eine sehr, sehr große Seele, als sie heimkam.

Jetzt wollen wir es mit deinen Erinnerungen genug sein lassen.

Ich will noch kurz erklären, warum ich hier sitze und mir die Sonne nehme, um Herz und Körper zu wärmen.

Ich war Heilerin, hatte jeden Tag viel zu tun: Kranke betreuen, Medizin herstellen, Ratlosen helfen.
Und darüber hinaus auch noch das an Landwirtschaft und Fischfang zu leisten, was ich für mich brauchte.

Aber wir hatten ein schlechtes Jahr!
Kein Regen, alles verdorrte, nur noch genug Wasser, um uns selbst nicht verdursten zu lassen.

Und keine Fische: Dieses Jahr blieben sie aus, nur noch hin und wieder gerade genug, um nicht Hunger zu leiden.

Dann wurde ich krank und konnte auch dieses wenige nicht mehr leisten.
Alles TUN hatte ein Hemmnis.

Und je mehr ich versuchte, mich dagegen zu stemmen, um so kränker wurde ich.
Bis es letztlich nur noch dafür reichte, hier an meinem Lieblingsplatz zu sitzen und zu warten.

Warten auf Regen, warten auf Fische, warten auf Gesundheit.

Viel, viel habe ich mich beobachtet und gelernt, wer ich bin.

Meine Ungeduld und warum ich sie hatte …
Meinen Mangel an Zuversicht und warum der da war …
Meinen Mangel an Bescheidenheit und warum der da war…

Und so wuchs etwas in mir, das mir nach der Zeit des Wartens niemand und nichts je wieder rauben konnte.

Ich konnte das, was MIR wichtig war, von dem trennen, was andere wollten, dass es mir das Wichtigste sein sollte.
Meine Eltern, meine Geschwister, meine Kinder, meine Männer und schließlich auch angeblich mein Gott.

Ich spürte, dass all das nicht meine Wichtigkeit war.
Das wurde immer klarer.

Ich wusste etwas, was mir vorher völlig verborgen war.
Egal, ob ich für andere Bedeutung hatte, ihnen half oder nicht …
Ob ich beeindruckend war in meinem Wirken oder nicht …
Ob ich vor dem, was ich glaubte, dass es Gott wäre, etwas galt oder nicht …

Ich galt mir was, ich war mir selbst genug, um nicht aufhören zu wollen, zu leben.

Zu leben war mir jeden Tag das Heiligste, was ich hatte.
Zu leben ohne Gegenleistung war meine tiefste, innerste Befriedigung.

Selbst die Zuversicht, ob ich das auch morgen noch tun würde, war unwichtig geworden.

Ich lebte!
Ich war ich und im Frieden damit, dass ich JETZT in der Sonne saß und den warmen Fels auf meinen kranken Rücken wirken lassen konnte.

Der Regen kam, die Fische kamen, die Gesundheit kam und die Hilfsbedürftigen kamen…

Als hätte sich nichts verändert, setzte ich mein Leben da fort, wo es durch all die Hemmungen aufgehalten worden ist.

Und obwohl äußerlich alles war, wie es immer war, hat sich etwas ungeheuer Wichtiges verändert: Ich war frei!

Frei vom Druck, Erwartungen zu erfüllen und erfüllt zu bekommen.

Das gleiche Leben in der äußeren Form, aber ein ganz und gar neuer Inhalt.

Nun, liebe Karin, denk über das nach, was ich dir sage.

Hemmnisse haben den Wert, den ihr finden könntet, wenn ihr eure Achtsamkeit nach INNEN wendet: dem Inhalt zu.

Sie sind durchaus nicht da, um euch zu quälen, oder wie ihr nur durch Leiden lernt.
Glück ist genauso ein guter Lehrmeister.

Hemmnisse sind auch nicht da, weil ihr irgendetwas falsch macht.
Das macht ihr doch ständig!
Denn schließlich seid ihr nicht die erwachsenen Kinder Gottes, sondern erst Kinder, die logischerweise Kindisches tun.

Hemmnisse sind auch nicht das Ergebnis aus anderen Leben.
Oder das Ergebnis der Leben eurer Vorfahren.

Das ist alles vollkommener Blödsinn.

Hemmnisse sind da, weil das Leben in der Materie Hemmnisse beinhaltet.

Hemmungen kommen und gehen.

Das heißt allerdings nicht, dass ihr untätig herum sitzen dürft.
Ihr mögt äußerlich nichts ändern können, das Hemmnis durch keine Maßnahme beseitigen können.
Ja, so etwas gibt es im Leben.

Alles – Mensch, Tier, Pflanze, alles was belebt ist – kann mit größten Hemmungen konfrontiert werden.
Aber selbst wenn nichts zu „machen“ ist, ist innerlich die Chance da, sich SELBST aus Hemmungen zu bringen, die viel, viel schlimmer sind als die Äußerlichen.

Schlimmer, weil sie unentdeckt wirken!

Ehe diese Zeit war, dachte ich, ich bin Heilerin, um Menschen zu helfen.
Als die Hemmnis kam, entdeckte ich: Ich war Heilerin, um mir selbst den Sinn meines Lebens erklären zu können.

Nie hätte ich gedacht, dass ich versuchte, meine Bedeutung zu RECHTFERTIGEN.

Ja, die Hemmnis löste diese Fessel!

Es war mir egal von da an, ob andere Menschen meine Bedeutung für ihr Leben sehen oder nicht.
MIR hatte mein Leben Bedeutung, es war FÜR MICH!

Als die Hemmnis ging, war ich wieder Heilerin.
Aber nicht mehr, um mein Hier sein zu rechtfertigen, auch nicht mehr in der Erwartung, jeden heilen zu müssen.
Ich war Heilerin, weil ich es liebte, zu tun, was mir zu tun möglich war.

Ich gab manchem Menschen „Lebendigkeit“ und ich NAHM meine von ihnen.

Geben und nehmen: beides um MEINETWILLEN.

Und das war gut genug von da an.

Und nun habe ich gesagt, was ich dir zu sagen hatte.

Uta, lass uns Karins Fragen aus diesem Blickwinkel heraus betrachten.

Was den Wert der Hemmung ausmacht, ist das Ziel, das zu erreichen ist, Karin.

DEIN! bedingungsloses JA zu dir, wie du BIST.
Und zum LEBEN, wie es IST.
Wie es DIR ist HEUTE!

Uta: Gut, dann jetzt Karins Fragen?

Karlotta: Ja, bitte.

Uta: Ich fasse die erste Frage zusammen:

Du weißt ja, was los ist, bzw. was nicht los ist?

Karlotta: Ja… Hemmnis.

Uta: Warum bewegt sich in beruflicher Ebene nichts, egal, was ich tue?

Das kränkt mich und macht Existenzängste.
Was ist der Grund für diesen Stillstand?

Karlotta: Keiner, der bei dir liegt, Karin!
Es ist genau das, was es ist: eine Phase der Hemmnis.
Und der beste Weg daraus ist, dass du dich dem zuwendest, was daraus INNEN resultiert.

Warum kränkt es dich und was genau liegt hinter der Kränkung?

Millionen Menschen erleben das!
Abweisung hat aber unterschiedliche Resultate.
Der Eine sucht nach dem „Feind“, der daran Schuld ist …
Der Andere sucht Schuld bei sich selbst …
Und ganz wenige hören auf, zu suchen, was die Ursache ist.
Sondern sie konzentrieren sich auf das, was möglich ist, aus der Situation für SICH ihr SELBST heraus zu holen.

Schuld sucht nach Entschuldigung und vor allem nach dem Zaubermittel, dass es zu gewinnen gilt, um sich aus dem, was ist, heraus zu „arbeiten“.

Der Eine sucht spirituelle Gründe, der Andere materielle Gründe.

In jedem Fall versucht er, etwas auf gar keinen Fall zu verlieren: seinen Glauben an die eigene Macht.

Nichts scheint so erschreckend zu sein, wie die Grenze der eigenen Macht zu erreichen.

In Gottes Hand sein, dem Tao des Lebens folgen, sich dem Fluss des Karmas hingeben…
Egal was: Das ist erschreckend für so VIELE!

Dabei zugrunde liegt doch einfach die Illusion, Herr des eigenen Weges zu sein.

Der Weg ist zu gehen, wohin er eben gerade führt!
Es gibt keine Gewissheit darüber, WARUM ein riesiger Stein im Weg liegt.
Der liegt eben da!

Also: Was nun?

Die, denen man beibrachte, dass sie selbst Ursache sind, werden entweder erstarren und bis zum Lebensende darauf vergeblich warten, dass sich der Stein durch Zauber wegbewegt.

Das sind die Resignierten, das sind die, die glauben, was sie lernen sollten in dieser täuschenden Wertewelt: Du hast gar keine Berechtigung, zu wirken, also stehe still und duck dich!

Gib dich zufrieden, finde dich ab, mehr ist für dich nicht drin, weil du bist, wie du bist!

Andere versuchen alles Mögliche, um den Stein aus dem Weg zu schaffen.
Sie versuchen vergeblich, ihn durch eigene Kraftanstrengung zu bewegen.
Sie versuchen, ihn vielleicht sogar unter Einsatz von allem, was ihnen heilig ist inclusive ihrem Leben, zu sprengen: vergeblich.

Das sind jene, die sollten es als wahr betrachten, dass nur, wenn sie selbst alles geben, was ihnen zur Verfügung steht, sich auch automatisch die Belohnung dafür einstellt.

„WEGEN MIR“ sagen die sich.
Das sagen sie sich gerne, solange alles gut läuft.
Aber kommt eine Zeit der Hemmnis, dann ist „WEGEN MIR“- Größenwahn unter Umständen ein Todesurteil!

Wenn sie nicht tatsächlich sterben, dann stirbt aber wenigsten ein Teil von ihrer Lebendigkeit, ihres Selbstvertrauens.

Beiden Verhaltensweisen ist eines gemeinsam: Sie halten sich tief in ihrem Innersten für die URSACHE all dessen, was ihnen ihr Lebensweg beschert.

Aber das ist gar nicht so!
Dieses glauben zu sollen, gehört zu den destruktivsten Folgen menschlicher Verwirrtheit.

Das ganze kollektive Bewusstsein der Menschen ist durchdrungen davon!
Und egal, ob es in eine Ich Überhöhung oder einer Ich Verleugnung geht.

Es geht um den Fehlschluss, dass eigene Schuld oder Unzulänglichkeit zu Ohnmacht führt.
Dass man die Macht nicht hat, die man hätte haben MÜSSEN, würde man nur RICHTIG sein und RICHTIGES tun.

In dieser „Ethik“ wird davon ausgegangen, dass der „Erfolglose“ falsch ist und selbst schuld.

Das ist immer noch besser, als einzugestehen, WIE KLEIN die Macht des Einzelnen ist, was die Richtung seines Weges angeht.

Karin, du hast NICHTS falsch gemacht und du machst nach wie vor nichts falsch!

Es ist, was es ist: Es regnet nicht und die Fische kommen nicht …
Und alles, was du tun kannst, ist: Zu lernen, dass das Warten dich nicht nur hemmt.

Sondern es dir auch Freiheiten gibt, dich dir im Innersten zu widmen und deinen Nächsten in deinem Maß.

Ich weiß: die Existenzangst.
Ja, das verstehe ich, Karin.
Aber sag mir doch: WAS IST?
Hungerst du?
Durstest du?
Hast du keine Kleidung?
Kein Dach über dem Kopf?

So darf ich dir nicht kommen?
Ich muss dir aber so kommen!
Denn was denkst du?
In der Schöpfung bist du der Schöpfung bedeutender als die Frau, die von der Boko Haram verschleppt, vergewaltigt und dann zum Sterben in den Graben geworfen wurde?

Glaubt das irgendwas in dir?
Was geschieht in deinem Herzen, wenn ich sage: Nein, der Schöpfung seid ihr beide gleich wert.
Also sag mir: Bist du arm oder reich?

Wie war das bisher?
Kam nicht immer genug für das, was dir gut war?
Hast du Angst, zu verhungern?

Dann wende dich dem NICHT Versorgt sein deiner Kindheit zu.
WONACH hast du zu hungern gehabt?
Hast du es nicht doch bekommen?

Geh mit deiner Angst in die Tiefe, Karin.
Die alten Mythen der Vorzeit schicken alle wahren Helden in die Tiefe des Abgründigen.
Dort zeigen sich die eigenen Gespenster.
Und erst die Tatsache, dass der Held sieht, dass es ohnmächtige Gespenster sind, führt sie hinaus aus der Hölle ihrer Ängste.

Da ist ein Fels auf deinem Weg.
Vielleicht liegt es daran, dass der Weg über einen Umweg führt.
Vielleicht liegt es daran, dass du zurück zum Wesentlichen gehen musst?

Beides!
Es geht genau da lang weiter, wo gehen möglich ist.
Drum herum, zurück oder in eine andere Richtung…

Ich sag es dir nicht, weil du es SELBST – mit deinem tiefen SELBST – erproben musst.

Wer / Was bist du DIR, wenn sich alles ändern DARF?

Ich sage dir, was die Schöpfung NICHT versäumt, nicht unversorgt lässt.
Dein WAHRES Selbst.

Dich lieben: BEDINGUNGSLOS.
Das LEBEN lieben: BEDINGUNGSLOS.
Das zu nähren, wird nicht versäumt.

Aber es kann sein, dass ein Mensch die Nahrung ablehnt, weil er sich darauf fixiert, andere zu fürchten oder zu erwarten?
Dann hungert das Selbst!

Nutze, was da ist und schöpfe es aus!
Und wenn es nichts Weiter ist als ein von der Sonne beschienender Fels.

Genau der gibt dir die Kraft, auf den Regen warten zu können, der alles wieder sprießen lässt.

Enthalte dich der Urteile, der Schuldsuche, die sich leicht als Sinnsuche tarnt.

Das ist mein Rat.
Nicht mehr, nicht weniger darf ich dir bieten, kann ich dir bieten.

Uta: Die zweite Frage traue ich mich, gar nicht zu stellen nach allem, was du gesagt hast.

Karlotta: Mach ruhig.

Uta: Sie fragt: Ich möchte gerne in den beruflichen Flow kommen.
Sprich: Eine Arbeit finden, die mir Freude macht und welche mir und meiner Familie finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht.
Welche zukünftige Tätigkeit wird das ermöglichen und wie komme ich da hin?

Karlotta: BEDINGUNGEN – BEDINGUNGEN…
ZIELE in der FERNE.
So wird das nichts!
Deine Zukunft beginnt heute im Unscheinbaren.

Du willst im Flow sein, ja gut.
Was heißt das in einer Zeit der Hemmung?

Wenn der Fluss nicht fließt, sondern sich staut?
Wo bist du dann auf dem Entfaltungsplatz?
IN DER TIEFE.

Dann gilt es, alles auszufüllen, was an KLEINEM zu erfüllen ist.

Du kannst deiner Familie keine finanzielle Sicherheit geben, weil das gerade gehemmt ist?
Gib ihr emotionale Sicherheit!

Du fühlst dich arm?
Betrachte, was reich bei dir ist und lass es reicher werden, so viel es geht.

Du erlebst dich im Mangel der Erfüllung?
Dann setze dem Mangel die Fülle entgegen, die da ist.

Du bist nicht in der Versuchung, das RICHTIG nicht zu suchen, sondern das HEUTE Richtige über das MÖGLICHE Morgige unterzubewerten.

Wohin der Weg dich führt, KANN ich dir nicht sagen, weil du und deine Entwicklung zu deiner Mitte hin darüber entscheiden wird.

Es geht gar nicht ums MACHEN, es geht ums SEIN.

Sei JETZT du und du findest DEINS.

Uta: Nächste Frage: Was ist mein spirituelles Potenzial?

Karlotta: Ha! Ein menschlicher Mensch zu sein.

Menschlich sein, obwohl du in dir eine starke Kraft zur Führung hast. Barmherzig sein und ermutigend, fördernd und vor Überforderung schützend.

Freundlich, ohne unterwürfig zu sein.
Vor allem aber eines: Jemand, der weiß, was sein Platz in der Schöpfung ist!

Nämlich TEIL sein.

Und aus diesem Wissen heraus zum wahren Förderer wird.

Er kennt seine Macht, die ihn machen lässt, was seine Aufgabe ist.
Er kennt seine Ohnmacht, die ihn bitten lässt um die Macht der anderen. Teilnehmer im besten Sinn des Wortes.

Dein Weg, Karin, den habe ich dir durch einen Weg gezeigt.
Es ist der Weg zurück zur Natur: deiner und der Natur der Schöpfung.
Dich lieben, das Leben lieben, WIE ES IST, WIE ES SICH ZEIGT.

Du bist nicht der „Lichtbringer“!
Aber du kannst der sein, der das LICHT im Dunkeln erkennt und beides als zueinander gehörende Teile begreift.

Uta: Sie fragt. Wie kann ich das umsetzen?

Karlotta: Fang einfach an…

Lass die Fesseln los, die dich als „RICHTIG MACHER“ binden.
Lass das Urteilen los, was das Gestern und das Morgen angeht oder gar deinen Nächsten.

Werde zum ewig lernenden Lehrer.
Alles auf dem Weg – auch der Stein – ist Lehrer und NICHT der RICHTER.

Das wäre ein Anfang.
Und auch wenn es dich noch so schreckt, wenn ich sage: Liebe dich, wie du bist.

Das heißt auch: Habe Erbarmen mit deiner Begrenztheit, Unvollkommenheit und der Tatsache, dass du sie brauchst: Die ANDEREN, DAS ANDERE.
TEILHAFTIG werden ist der Weg, um GANZ zu sein.

Uta: Sie fragt: Wie kann ich deutlicher spürbarer mit dir und meinen geistigen Helfern in Kontakt gehen?

Karlotta: TEIL sein!
Wenn du unbarmherzig mit deinem Stand bist, bist du nicht Teil!
Dann können wir dich nicht spürbar ergänzen.
Wenn die unbewusste Angst vor Unvollkommenheit Mauern baut, nimmst du uns nicht wahr.
Wenn du deine Antworten auf deine Fragen meinst, besser zu wissen als unsere Antworten, nimmst du unsere Aufgaben nicht wahr.
Wenn du im JETZT unbewusst auf das Morgen siehst oder versuchst, dich für das Gestern zu rechtfertigen, kannst du uns nicht spüren.

Wir sind barmherzig, wir wissen, dass du viel Kraft hast.
Aber wir wissen auch, dass du bedürftig bist.
Dass du, was deinen Wert angeht, Bestätigung brauchst.

Aber wir möchten nicht, dass du dich übernimmst, sondern einfach zu beidem stehst: zu deiner Fülle und zu deinem Teil menschlicher Schwäche.
Wenn du barmherzig bist, spürst die Barmherzigen.

Uta: Ich denke, die sechste Frage kann ich uns schenken.
Sie bittet dich an letzter Stelle ihrer Liste, ihr zu sagen, wonach sie noch nicht gefragt hat.

Karlotta: Ja, du hast mich an die erste Stelle gestellt.
Danke!

Uta: Dann möchte ich dir danken.
Lebe wohl.

Karlotta: Nein, auf Wiedersehen, Uta!

Bis bald, Karin!